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Freundschaften im Kindergarten schließen

So unterstützen Sie Ihr Kind

„Das ist mein bester Freund!“ Sicher geht Ihnen das Herz auf, wenn Ihr Kleines im Kindergarten einen liebsten Spielkameraden gefunden hat. Und wer träumt nicht von der Kindergartenfreundschaft, die ein Leben lang hält? Sie können Ihr Kind dabei unterstützen, so eine zu finden. Aber bleiben Sie realistisch und lassen Sie Ihrem Nachwuchs auch die Zeit, in seinem Tempo und nach seiner Persönlichkeit Kontakte zu knüpfen.

Warum Kindergartenfreunde finden?

Gleichaltrige Freunde werden in der Kindergartenzeit immer wichtiger. Zum einen, das liegt auf der Hand, erleichtert ein Freund die Trennung  von Mama oder Papa. Ihr Kind fühlt sich geborgen und sicher, wenn es sich auf einen vertrauten Spielkamerad oder eine nette Freundin freuen kann. Zum anderen ist es ein natürlicher Schritt in der Entwicklung , ungefähr ab dem 4. Lebensjahr immer mehr soziale Kontakte außerhalb der Familie zu knüpfen. Zunächst sind diese Freundschaften reine Spielgemeinschaften: Wer zum Spielen da und nett ist, der ist mein Freund, scheinen die Kleinen zu denken. In diesen ersten Freundschaften können sie aber dennoch Einiges lernen: Mitgefühl, sich in andere hineinversetzen, teilen , Belohnungen aufschieben, Regeln befolgen, mit Gefühlen umgehen.

Freunde finden im Kindergarten – so helfen Sie Ihrem Kind

Nicht jedes Kind sucht sich schnell und selbstsicher seine Spielkameraden aus. Wenn es Ihrem Nachwuchs schwer fällt, im Kindergarten Kontakte zu knüpfen, können Sie ihm so unter die Arme greifen:

  • Ermutigen Sie Ihr Kind, auf andere zuzugehen. Machen Sie ihm vor, wie das geht,  zum Beispiel am Nachmittag auf dem Spielplatz oder beim Kinderturnen. Gehen Sie gemeinsam zu einem anderen Kind und fragen Sie: „Dürfen wir mitspielen?“
  • Laden Sie ein Kind zum Spielen zu sich nach Hause ein, gern auch mit Mama oder Papa. 
  • Bleiben Sie in der Nähe, wenn Besuch da ist. Machen Sie Vorschläge, wenn die Kinder kein gemeinsames Spiel finden. Vermitteln Sie, wenn Streit entsteht. Mischen Sie sich aber auch nicht zu sehr ein, sondern lassen den Kleinen die Freiheit, ihre Beziehung selbstständig zu gestalten.
  • Nehmen Sie Kontakt zu anderen Eltern auf. Zum einen sieht Ihr Kind dann, dass Sie ebenfalls in die Kindergartengemeinschaft gehören wollen. Zum anderen sind solche Kontakte hilfreich, wenn man sich beim Elternabend, bei Festen oder Ausflügen trifft.

Das Kind wirklich unterstützen

Kinder sind so vielfältig und unterschiedlich wie die bunten Herbstblätter an einem Baum. Das eine spielt mit jedem, das andere hält sich lieber zurück. Das eine kann keinen Nachmittag ohne Spielkameraden verbringen, das andere hat gerne Zeit für sich. Solche Vorlieben sind manchmal schon bei den Kleinen typisch für ihre Persönlichkeit, oft ändern sie sich aber auch im Laufe der Jahre. Ist Ihr Kind gerade erst in den Kindergarten gekommen, braucht es vielleicht einfach noch Zeit. 
Unterstützung kann also auch heißen, Ihr Kind seinen Weg gehen zu lassen – mit oder ohne Spieltermine. Nehmen Sie Ihr Kleines so, wie es ist, das ist die beste Hilfe.