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Bewegungsspiele für Kinder ab 1 Jahr

Als Ihr Kleines auf die Welt kam, beherrschte es nur wenige Bewegungen. Im Wesentlichen konnte es mit Armen und Beinen strampeln. Jetzt, mit einem Jahr, hat es schon Sitzen Roben, Krabbeln und vielleicht Laufen gelernt. Ein riesiger Fortschritt! Aber es warten noch viele Fähigkeiten auf Ihren kleinen Schatz, vom Rennen über das Balancieren bis hin zum Laufradfahren. Da heißt es: üben!

Warum Bewegungsspiele für Kinder?

Wie so oft mit Kindern: Sie müssen Ihren Nachwuchs nicht anleiten, ihm nichts beibringen. Er lernt von ganz allein, wenn er nur die Freiheit hat, Bewegungen auszuprobieren. Dafür können Sie ihm die Möglichkeiten verschaffen und durchaus auch mal Ideen liefern.

Darüber hinaus trainieren Bewegungsspiele aber nicht nur die Bewegungen selbst, sondern fördern auch weitere Fähigkeiten. Gleichgewicht, Koordination, Beweglichkeit und Geschicklichkeit werden verbessert. Ihr Kind lernt, den eigenen Körper wahrzunehmen und sich darin wohlzufühlen.

Bewegungsspiele drinnen

Ihr Kind will sich von Natur aus viel bewegen. (Es ist allerdings von Kind zu Kind unterschiedlich, wie viel Hüpfen und Springen es mag.) Es gibt auch drinnen, je nach Wohnung und Ausstattung, eine Menge Möglichkeiten, sich auszutoben. Das Sofa ist ein tolles Trampolin, auf dem Flur kann man Wettrennen machen und besonders sportliche Kinder klettern sogar im Türrahmen.

  • Krabbelparcours: Krabbelkinder haben Spaß daran, beim Krabbeln Hindernisse zu überwinden. Das trainiert auch gleich die Muskeln. Zum Anfang kann Ihr Kleines einfach über Ihre Beine oder ein Kissen krabbeln. Später können Sie auch einen richtigen Parcours aus Hindernissen wie Kissen, Stühlen und Kuscheltieren aufbauen. Ermutigen Sie Ihr Kleines, drüber, drunter und drumherum zu krabbeln.

Übrigens: Auch größere Kinder können ruhig noch auf allen Vieren krabbeln, zum Beispiel mit einem Kuscheltier als Reiter auf dem Rücken. Oder Sie spielen das Reittier für Ihr Kind. Beides fördert Gleichgewicht und Koordination.

  • Bewegungsbaustelle: Für etwas größere Kinder wird aus dem Krabbelparcours die Bewegungsbaustelle. Auch dafür bauen Sie eine Art Parcours auf, am besten natürlich mit Ihrem Kleinen gemeinsam. Konstruieren Sie eine Rennstrecke mit vielen unterschiedlichen Bewegungen, etwa klettern, krabbeln, kriechen, hüpfen, Slalom laufen … Ein Beispiel: zuerst der Kindertisch (drunter durchkriechen), dann ein Stuhl (drüberklettern), eine Reihe Kuscheltiere (Slalom laufen), noch ein Stuhl (hinunterspringen), eine Decke (Purzelbaum) und, und, und …
  • Hindernisrennen: Wenn Sie einen schmalen Flur haben, spannen Sie mal kreuz und quer bunte Bänder auf unterschiedlichen Höhen. Dann gilt es, den Flur zu durchqueren, ohne die Bände zu berühren: mit Klettern, Robben, Hüpfen, Rollen … 
  • Disco: Machen Sie Ihre Lieblingstanzmusik oder die Ihres Kindes an und tanzen Sie. Mal wild, mal langsam, mal schwingend, mal hüpfend … Nicht lange nachdenken, einfach nur tanzen!

Bewegungsspiele draußen

Sicher gehen Sie regelmäßig auf den Spielplatz, wo Ihr Kind im Sand buddeln, schaukeln, rutschen und klettern kann. Prima, das sind wunderbare Bewegungsspiele! Es gibt draußen aber noch mehr zum Austoben:

  • Gehen mal anders: Kinder finden Fußwege oft langweilig. Variieren Sie also das schnöde Laufen! Sie können abwechselnd rennen, rückwärts gehen, auf einem Bein hüpfen, Slalom laufen, normal gehen und vieles mehr. Zählen Sie dabei immer bis 10, bekommt Ihr Kind gleich die Zahlen mit.
  • Balancieren: Auf jedem Fußweg findet man eine Möglichkeit, zu balancieren und dabei Gleichgewicht und Koordination zu schulen, etwa auf dem Kantstein, einem Mäuerchen oder einem umgefallenen Baumstamm.
  • Ballspiele: Üben Sie im Sitzen, einen Ball zu rollen, im Stehen können Sie dann schießen und werfen. Manche Kinder können das mit zwei bis drei Jahren schon richtig prima. Bauen Sie aus Plastikbechern eine Pyramide, die Ihr Kind umrollen oder umwerfen soll. 
  • Noch mehr werfen: Wenn Sie keinen Ball dabeihaben, werfen Sie Zapfen oder Kastanien. Versuchen Sie, ein Ziel zu treffen, etwa einen Baumstamm oder einen in den Sand geritzten Kreis. Je älter und geübter das Kind, umso kleiner darf das Ziel sein.
  • Bäumchen, Bäumchen, wechsel dich: Ein alter Spieleklassiker für den Wald, der immer noch Spaß macht. Alle Mitspieler (mindestens drei, besser mehr) stehen an einem Baum, nur einer steht in der Mitte. Er ruft: „Bäumchen, Bäumchen, wechsel dich!“ Dann rennen alle los und versuchen, einen neuen Baum zu erreichen, auch der in der Mitte – aber jeder nur einen Baum! Wer übrig bleibt, muss in die Mitte und als nächstes rufen.

Machen Sie mit!

Egal, welche Spiele Sie Ihrem Kind anbieten: Machen Sie mit! Mal ganz abgesehen davon, dass Bewegung auch jedem Erwachsenen körperlich und seelisch gut tut, erfährt Ihr Kind einfach unglaublich viel Zuneigung, wenn Sie gemeinsam toben.