2 altersstufe 2 wieso weshalb warum?t=1520501190 2 interaktion?t=15205008783 kommunikation?t=1520500905

Kita-Eingewöhnung

Tipps und Tricks für einen guten Kita-Start

Scheiden tut weh? Ja, manchmal schon. Das gilt auch für die Eingewöhnung in der Krippe oder dem Kindergarten. Schließlich ist es meist das erste Mal, dass man sein Kind für länger anderen Menschen anvertraut. Aber es ist auch ein wichtiger und schöner Schritt für Sie und Ihr Kleines. So groß ist es schon!

Von Mama oder Papa begleitet

Es mag banal klingen, aber am wichtigsten ist, dass Mama oder Papa oder eine andere enge Bezugsperson die Eingewöhnungszeit begleiten. Die vertraute Person ist für das Kind wie ein Anker in dieser spannenden Zeit. Erlebt Ihr Kleines in der Kita Neues, Aufregendes oder Ungewöhnliches, schaut es zuerst zu Mama oder Papa. Wenn die gelassen und positiv reagieren, kann es auch Ihr Kind tun. Aus dem gleichen Grund ist es wichtig, dass Mama oder Papa eine Beziehung zum Kita-Personal aufbauen. Hier sind sie ebenfalls ein leuchtendes Beispiel für Ihren Nachwuchs: Verstehen Sie sich mit den Erzieherinnen und Erziehern gut, kann sich auch das Kind auf die Fremden einlassen.

So klappt es mit der Eingewöhnung in die Kita

Jedes Kind ist anders, jede Kita auch. Während das eine Kind nach zwei Tagen allein in der Krippe bleibt, braucht das andere noch zwei Wochen die Anwesenheit von Mama oder Papa. Die meisten Kitas verfolgen bei der Eingewöhnung ein ausgeklügeltes pädagogisches Modell. Dabei gehen Sie zunächst mit Ihrem Nachwuchs in die Kita, lassen es dann kurz allein und dehnen diese Zeit immer weiter aus.

Diese Tipps sind in jedem Fall hilfreich:

  • Zeitpunkt: Wenn Ihr Kind krank ist oder sich sein Leben sowieso gerade verändert (durch Umzug, die Geburt eines Geschwisterchens usw.) sollten Sie die Eingewöhnung verschieben. Sie ist auch so aufregend genug.
  • Zeit: Zwei Wochen sollten Sie schon frei haben, um Ihr Kind langsam an die Kita gewöhnen. Müssen Sie nach drei Tagen wieder arbeiten, führt das nur zu Druck. Achten Sie außerdem darauf, morgens genügend Zeit einzuplanen. Wer gestresst und abgehetzt in der Kita ankommt, dem fällt es schwerer, das viele Neue zu verkraften.
  • Glücksbringer: Vielleicht kann Ihr Kind ein Stofftier mitnehmen oder Sie stecken ihm ein Foto von sich in die Hosentasche. So eine Erinnerung an zuhause hilft, den Tag durchzustehen. Fragen Sie aber sicherheitshalber in der Kita, ob das erwünscht ist.
  • Verlässlichkeit: Halten Sie Abholzeiten streng ein. Seien Sie telefonisch erreichbar und kommen Sie sofort zurück, wenn Ihr Kind Sie braucht. So lernt es, dass es sich trotz der Trennung auf Sie verlassen kann. Gehen Sie niemals fort, ohne sich von Ihrem Kind zu verabschieden. Es bekommt erst recht Angst vor der Trennung, wenn es das Gefühl hat, Sie könnten einfach verschwinden. Viel besser ist, Sie gewöhnen sich ein Ritual für den Abschied an, zum Beispiel erst küssen, dann gehen und am Fenster noch einmal winken. 

Gehört Weinen zur Kita-Eingewöhnung dazu?

Es gibt vermutlich kein Kind, das nicht ab und zu weinen oder sich an Mama oder Papa festklammern wird, wenn es in die Kita soll. Gefühle gehören zum Leben dazu, auch die schmerzhaften und unangenehmen. Es wäre doch auch ein bisschen traurig, wenn sich das Kleine allzu leicht von uns trennt, oder? 

Forschungen zeigen, dass eine langsame Eingewöhnungszeit, in der durchaus auch emotionale Schwierigkeiten auftreten, später meist zu einer stabilen Bindung an die Kita führen. Dagegen bekommen Kinder, die sich leicht und schnell eingewöhnen ließen, oft Monate später noch einmal Trennungsschmerz.

Ein Schritt auf dem Weg ins Leben

Kindern über drei fällt die Eingewöhnung in die Kita meist leichter als den ganz Kleinen. Zum einen kennen sie vielleicht schon die Betreuung bei der Tagesmutter oder in der Krippe, zum anderen sind sie sowieso selbstständiger und zum dritten sind sie mehr an anderen Kindern und neuen Anregungen interessiert. Also wird es im Kindergarten oder bei einem Einrichtungswechsel vermutlich leichter.

Die Eingewöhnung für die Kita ist auch für Sie als Eltern ein wichtiger Schritt. Im besten Falle haben Sie zwei wichtige Erkenntnisse: Ich muss mein Kind loslassen und ich werde es nicht vor allem beschützen können. Das ist zwar manchmal traurig und schmerzhaft, aber ungemein wichtig, damit Ihr Kind ein selbstständiger Erwachsener werden kann.