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Hallo Baby! So sagen Sie's dem Geschwisterkind

„Du bekommst ein Geschwisterchen!“ Während dieser Satz für die Eltern das pure Glück bedeutet, bedeutet er für das Erstgeborene oft einen tiefen Einschnitt in sein Leben. Es hat ja keine Ahnung, was das bedeutet und wie sich sein Leben ändern wird! Bereiten Sie Ihr Kleines daher frühzeitig, geduldig und liebevoll auf die Ankunft des kleinen Geschwisterchens vor.

Die große Nachricht verkünden

Wann der richtige Zeitpunkt für die Neuigkeit ist, dafür gibt es keine feste Regel. Je älter Ihr Kind ist, umso früher in der Schwangerschaft sollten Sie ihm von seinem Geschwisterchen erzählen. Zum einen hat Ihr Großes dann genügend Zeit, sich an die Neuigkeit zu gewöhnen. Zum anderen spürt es vermutlich sowieso, dass irgendetwas anders ist. Und wenn es nicht weiß, was mit Ihnen los ist, können sich erst recht Angst und Unsicherheit breit machen.

Wählen Sie für die Neuigkeit einen entspannten Moment aus, in dem Sie Zeit haben, auf Ihr Kind einzugehen. Sagen Sie ihm ganz schlicht, was los ist. Sie können ein paar erklärende Sätze dazu sagen, wie sich das Leben dann ändern wird, oder abwarten, was Ihr Kind wissen möchte.

Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn Ihr Kind sich nicht sehr für die Neuigkeit interessiert. Bedenken Sie: Sie steuern sein Leben ja sowieso immer und kündigen ihm oft Neues an, zum Beispiel: „Jetzt gehen wir Schuhe kaufen“ oder „Nachher kommt Oma“. Da muss es auf die Nachricht vom neuen Baby nicht automatisch besonders reagieren. Lassen Sie seine Gefühle so sein, wie sie sind, auch egal ob Ihr Kleines begeistert, ablehnend oder gleichgültig reagiert.

Den Nachwuchs auf das Baby vorbereiten

Ihr Kind braucht auf jeden Fall Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Dafür sind die Monate der Schwangerschaft ideal. Gemeinsam können Sie:

  • Ultraschallbilder und Fotos aus seiner Babyzeit angucken,
  • den Bauch streicheln, daran lauschen, mit dem Geschwisterchen reden,
  • das Babyzimmer vorbereiten und Ausstattung für das Baby auswählen,
  • an einer Puppe oder einem Teddy wickeln üben,
  • Bilderbücher zum Thema Schwangerschaft und Geburt anschauen.

Manche Geburtshäuser, Volkshochschulen oder Kliniken bieten Geschwisterkurse an. Dabei lernen die Kleinen ein wenig über Wickeln und Babypflege, sprechen aber auch über Ihre Gefühle gegenüber dem neuen Baby.

Wenn Ihr Kind all das nicht möchte, ist das aber auch okay.

Und wenn es schwierig wird?

Selbst bei der besten Vorbereitung kann es passieren, dass Ihr Kind während der Schwangerschaft oder nach der Geburt „schwierig“ wird: Es ist vielleicht besonders anhänglich oder quengelt viel, es ist bockig oder benimmt sich selbst wie ein Baby. Das ist völlig normal und in Ordnung, schließlich ist die Ankunft des Geschwisterchens für Ihr Kind ein riesiger Umbruch. Es bekommt vielleicht schon in der Schwangerschaft mit, dass Mama weniger Energie hat, weil es ihr nicht gut geht. Es weiß nicht, wie das neue Leben sein wird. Es fragt sich vielleicht, ob Mama und Papa noch genug Zeit und Liebe übrig haben werden, wenn ein Baby da ist. All das macht unsicher! Nun braucht Ihr Kleines eine Extraportion Trost, Zuwendung und Verständnis. Mit der Zeit wird sich das alles schon zurecht ruckeln.