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Bewegungsspiele für Kleinkinder

Spiele rund um Bewegungen und Berührungen sind bei kleinen Kindern unglaublich beliebt. Und das ist auch kein Wunder: Man spürt eine liebevolle Berührung, Langeweile wird vertrieben und man teilt diesen wunderbaren Moment auch noch mit Mama, Papa, Oma oder Opa.

Warum Körper- und Fingerspiele für Kleinkinder ?

Spiele, die den Körper anregen, tun Ihrem Kind vielfach Gutes. 

Durch Turnen, Toben, Streicheln und Kneten trainiert Ihr Kind viele körperliche Fähigkeiten, etwa Koordination, Geschicklichkeit, Gleichgewicht und Bewegungssicherheit. Aber auch die Aufmerksamkeit und die Wahrnehmung des eigenen Körpers werden geschult. Außerdem tun Berührungen und Bewegungen etwas für die emotionale Entwicklung Ihres kleinen Lieblings. Ein Streicheln oder eine Umarmung vermitteln Zuneigung und Trost, das wissen Sie ja selbst. 

Für alle diese positiven Lernerfahrungen sind im Wesentlichen drei Sinne verantwortlich:

  • der Tastsinn (also Berührungen der Haut und der Haare),
  • der Gleichgewichtssinn (Wahrnehmung der Lage im Raum),
  • der Kraft- und Bewegungssinn (er nimmt die Bewegungen und Spannung von Muskeln und Gelenken wahr).

Spiele, die diese drei Sinne trainieren, sind also wahre Wunderwirker für die Entwicklung Ihres Kindes!

Bewegungsspiele für Kleinkinder

Werden Sie mit Ihrem Kleinen körperlich aktiv:

Für den Tastsinn:

Streicheln Sie Ihr Kind beim Umziehen oder Baden und versuchen Sie ganz unterschiedliche Berührungen: sanft streichen, kreisen, trommeln. Kitzeln Sie Ihr Kind mit einer Feder oder pusten Sie über seinen Körper. Kneten Sie ihr Kind wie einen Keksteig (passt besonders in der Weihnachtszeit). Machen Sie auf dem Rücken Ihres Kindes ein Gewitter nach, dabei klopfen Ihre Finger sanften Regen, kräftige Tropfen und spitze Hagelkörner und Sie erzählen eine spannende Geschichte dazu.

Für den Gleichgewichtssinn:

Rollen Sie Ihr Kind, während es auf dem Rücken liegt. Fassen Sie Ihr stehendes Kind von hinten unter den Armen, nun können Sie es heben, schwenken, sich drehen, bis die Beine fliegen, und vieles mehr. Heben Sie Ihr Kind vorsichtig an den Füßen hoch, während es auf dem Rücken liegt.

Setzen Sie Ihr Kind auf Ihren Schoß. Heben Sie abwechselnd die Knie, sodass es von links nach rechts geschaukelt wird. Dazu passen die Verse: „Meereswellen, Meereswogen, hui, hui, weggeflogen!“ 

Für den Kraft- und Bewegungssinn: 

Ihr Kind sitzt oder liegt auf dem Rücken, Sie ziehen es an den Füßen durch das Zimmer. Ermuntern Sie Ihr Kind, Sie wegzuschieben: mit dem Kopf, mit den Händen, mit den Füßen, egal, Hauptsache, es kostet Kraft! Der Kinderspieleklassiker „Hoppe, hoppe, Reiter“ trainiert den Kraft- und Bewegungssinn genau wie das Gleichgewicht.

Noch mehr Bewegung

Über Bewegungsspiele hinaus sollten Sie Ihrem Kind so viele körperliche Erfahrungen wie möglich bieten. Am sinnvollsten und einfachsten ist es, diese in den Alltag einzubauen: Gehen Sie stets zu Fuß oder lassen Sie das Kleine Laufrad fahren. Unterwegs kann Ihr Kind auch mal auf einer Mauer balancieren, über Steine hüpfen oder ein Stück rennen. Besuchen Sie möglichst oft einen Spielplatz, wo auch die Allerkleinsten schon schaukeln, rutschen oder im Sand krabbeln können.

Zuhause können Sie für Ihr Krabbelkind einen Parcours mit kleinen Hindernissen, Tunneln und spannenden Entdeckungsstationen aufbauen. Größere Kinder steigen Treppen, helfen beim Putzen und vieles mehr. So lernt Ihr Kind seinen Körper immer besser kennen.