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Die Warum-Fragephase bei Kindern

So nutzen Sie die Neugier zur Förderung

Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm! Um die Welt zu verstehen, stellen Kinder Fragen – manchmal sehr zum Leidwesen der Mütter und Väter. Wir haben ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit scheinbar allzu wissbegierigen Kindern.

Wann fragen Kinder warum?

Wie immer verhalten sich die Kleinen ziemlich verschieden. Meist beginnt die Warum-Fragephase im vierten Lebensjahr. Sie fragen nicht nur „warum?“, sondern auch „wie?“, „wo?“, „wann?“ oder „und dann?“ Während das eine Kind jede Äußerung von Mama oder Papa hinterfragt, will das andere vielleicht nur alle paar Tage etwas genauer wissen. Während die Phase bei dem einen Kind nur ein paar Wochen oder Monate dauert, möchte das andere bis ins Grundschulalter oder darüber hinaus alles genau erfahren.

Warum fragen Kinder warum?

Die Zeit der Warum-Fragen beginnt meist ungefähr mit drei Jahren. Zum einen verfügen die Kleinen nun über die sprachlichen Fähigkeiten, um ihre Fragen auszudrücken. Zum anderen haben sie um diese Zeit etwas Neues verstanden: Sie wissen nun, dass es mehr gibt als das, was offen sichtbar ist. Sie wollen die Hintergründe verstehen, die Bedingungen und Zusammenhänge, den Sinn und Zweck. Das geht kaum, ohne zu fragen.

Wie antworten wir am besten?

Für die Warum-Phase bei Kindern brauchen Sie keine ausgeklügelte Erziehungsstrategie. Ihr Kleines möchte die Welt entdecken. Freuen Sie sich an seiner Neugier! Hier ein paar Tipps:

  • Natürlich sind Sie nicht Zwerg Allwissend. Antworten Sie einfach, so gut sie eben können. Geben Sie offen zu, wenn Sie sich nicht auskennen. Sie können ja gemeinsam in einem Kinderlexikon nachschlagen. Oder Sie ermutigen Ihr Kind, andere Erwachsene zu fragen. So trainiert es auch gleich seine sozialen Fähigkeiten.
  • Um mit Ihrem Nachwuchs ins Gespräch zu kommen und ihn selbst zum Denken anzuregen, können Sie zurückfragen: „Kannst du dir vorstellen, warum das so ist?“ oder „Was findest du daran denn besonders spannend?“
  • Natürlich ist es ganz normal, dass Sie – vor allem, wenn Sie einen exzessiven Frager zuhause haben – auch mal keine Lust auf langatmige Erklärungen haben. Dann sagen Sie Ihrem Kleinen freundlich, dass Sie gerade nicht antworten mögen. 
  • Versorgen Sie besonders wissbegierige Kinder mit Sachbüchern und Hörspiel-CDs. Das ist auch gleich eine Idee für den nächsten Geburtstag !

Die Warum-Phase ausnutzen

Ich soll Gemüse essen? Mein Spielzeug aufräumen? Zu Fuß zur Kita laufen? Oft möchten Sie etwas Bestimmtes von Ihrem Kind, das es nicht mag oder nicht nachvollziehen kann. Vielleicht kann Ihr Kleines leichter mitmachen, wenn es die Gründe für Ihre Wünsche versteht. Erklären Sie ihm also von nun an genau, warum Gemüse gesund ist, warum es aufräumen soll oder wieso es ihm besser geht, wenn es sich bewegt. So können Sie sich die Warum-Phase zum Verbündeten für Ihre Erziehungsziele machen!