6 logisches denken?t=1520500981 Logisches Denken

Logisches Denken: Wenn – dann!

„Wenn es regnet, werde ich nass!“ Logisch. Ein solcher Zusammenhang ist für Erwachsene klar, für Kinder aber noch nicht ohne weiteres erkennbar. Logisches Denken muss gelernt werden. Kinder müssen die Fähigkeit, aus bekannten Informationen neues Wissen abzuleiten und erlernte Gesetzmäßigkeiten auf einen neuen Zusammenhang zu übertragen immer wieder üben. Unverzichtbar ist die Fähigkeit, logisch zu denken wenn es um das Lösen von Problemen geht.

Das logische Denken fördern

Wenn Sie das logische Denken Ihres Kindes fördern möchten, geben Sie ihm immer wieder Gelegenheiten, Neues auszuprobieren. Lassen Sie es beobachten, helfen, kreativ werden. So lernt es Zusammenhänge zu verstehen und Lösungen zu finden – eine wichtige Voraussetzung, um später in komplexen Zusammenhängen denken zu können. Auch wenn es oft schwer fällt, geben Sie nicht zu viel vor, sondern haben Sie Geduld, Ihr Kind seine eigenen Wege finden zu lassen. Dabei können Sie Ihr Kind unterstützen, indem Sie sich als neugieriger Gesprächspartner zur Verfügung stellen. Fragen Sie nach, regen Sie Ihr Kind zu Überlegungen an, wie etwas zustande gekommen sein könnte. Dabei dürfen Sie auch vorsichtig auf Widersprüche aufmerksam machen, aber keinesfalls sollten Sie ihm Ihre gelernte Erklärung für ein Phänomen liefern. Es kommt darauf an, dass das Kind selbst nachdenkt, nicht darauf, dass es die von uns Erwachsenen als richtig erachtete Lösung findet. Im Schulalter können Karten- oder Strategiespiele, Konstruktionsspielzeug, Rätselhefte oder Lernbücher das logische Denken fördern. Sie finden auf unserer Webseite viele weitere Anregungen mit denen Sie das logische Denken Ihres Kindes fördern können. Stöbern Sie durch unser Magazin, probieren Sie unsere Vorlagen und Downloads aus oder lassen Sie sich von den unterschiedlichen Ideen zum Tüfteln und Raten inspirieren.

Die Entwicklung des logischen Denkens

Ein Säugling in den ersten Lebensmonaten lernt durch Wiedererkennen und Vergleichen. Ob es der Geruch der Mutter, die gemusterte Wickelunterlage, bewegliche Mobiles oder die Sprachmelodie des Vaters ist, sein Gehirn speichert Sinneseindrücke und erkennt sie wieder. Das geschieht unbewusst. Erst etwa um den ersten Geburtstag beginnt ein Kind zu begreifen, dass seine Mutter, wenn sie den Raum verlässt und nicht mehr zu sehen ist, doch nicht für immer verschwunden ist. Es speichert die Mutter als Vorstellung in seinem Gedächtnis. Diese Fähigkeit, die Wirklichkeit oder bereits gemachte Erfahrungen als Repräsentation im Gehirn zu speichern, ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Denkens. Nun können neue Erfahrungen mit alten verglichen werden. So suchen Kinder zwischen zwei und vier Jahren vermehrt nach Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen, weil sie ihre Welt ordnen und verstehen wollen. Dabei gehen sie immer von ihren eigenen Erfahrungen aus: Eine Wolke am Himmel zieht langsam, weil sie keine Beine hat – sie muss sich bewegen wie ein Regenwurm. Erst ungefähr ab dem Einschulungsalter löst sich das Kind von dem Denken, das nur auf seinen momentanen Zustand ausgerichtet ist. Es erkennt immer mehr Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ereignissen, es kann Schlussfolgerungen ziehen und in Gedanken die Folgen einer Handlung vorhersehen. Das Kind denkt jedoch weiter anschaulich, bildhaft und konkret. Die Fähigkeit zum abstrakten Denken entwickelt sich erst ab etwa elf bis zwölf Jahren.

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