1 feinmotorik?t=1520500851 Feinmotorik

Die Feinmotorik: Stifte führen, Perlen auffädeln, deutlich sprechen

Es gibt viele Möglichkeiten, die Feinmotorik zu trainieren. Wenn Kinder laufen, klettern, hüpfen oder rückwärts gehen, setzen sie ihre Motorik ein. Das heißt sie bewegen ihren gesamten Körper kontrolliert und angepasst an die Umwelt – wenn der Boden uneben ist, reagieren sie darauf und finden ihr Gleichgewicht wieder. Dabei braucht man ein gutes Gespür für den eigenen Körper, Gleichgewichtssinn und ausreichend Körperspannung. Die größeren Körperbewegungen mit dem gesamten Körper bezeichnet man als Grobmotorik. Mit Feinmotorik beschreibt man die feineren, geschickteren, kleinen Bewegungen, die wir ausführen. Zum Beispiel beim Schreiben, beim Benutzen von Werkzeug, beim Haare flechten oder auch Sprechen. Dabei bewegen wir die Muskeln in Händen und Fingern, Augen, Gesicht, Lippen oder Zunge sehr präzise, dosieren unsere Kraft und stimmen alle Bewegungen eng aufeinander ab.

Wie fördert man die Feinmotorik?

Je mehr Materialien Ihr Kind zur Verfügung hat, um seine Feinmotorik zu entwickeln, desto besser: Im dritten Lebensjahr sind Gefäße wie Schüsseln, Becher, Eimer und Wasser, Sand oder Bohnen zum ausgiebigen Umfüllen beliebt. Zielwerfen mit Stöckchen, Wurf- und Fangspiele trainieren die Feinmotorik ebenso wie Puzzlebücher oder Magnet-Spielbücher. Im vierten Lebensjahr wird das Schneiden, Reißen und Falten von Papier interessant. Ab diesem Alter beschäftigen sich Kinder allmählich auch mit Malbüchern oder Stickerheften. Im fünften Lebensjahr freut sich Ihr Kind, dass es schon beim Teigkneten, Schneiden von Gemüse oder anderen Tätigkeiten im Haushalt mithelfen kann. Binden Sie Ihr Kind aktiv ein, auch wenn Sie das etwas mehr Zeit kostet als wenn Sie alles selbst erledigen. Auch das gemeinsame Malen und der Umgang mit Farben und Schere macht Kleinkindern Spaß. Eine Zeichenschule animiert zum genauen Platzieren von Linien, sodass Vorschulkinder schließlich im sechsten Lebensjahr ihren Namen in Großbuchstaben schreiben können, Muster malen, detailreiche Zeichnungen anlegen und immer genauer ausschneiden kann. Wie entwickelt sich die Feinmotorik? In der frühen Kindheit, im Alter von null bis zwei Jahren, findet ein wichtiger Teil der motorischen Entwicklung statt. Dabei steht an erster Stelle das Liegen, Drehen, Stützen, Rutschen, Sitzen, Krabbeln bis Ihr Kind schließlich laufen lernt. Parallel dazu entwickeln sich feinere Bewegungen. Ihr Kind macht Greifbewegungen, betrachtet Hände und Füße, steckt sie in den Mund und spielt mit ihnen. Dieses spielerische Ausprobieren und Erproben seines Körpers ist die Grundlage für alle späteren Fähigkeiten, auch für die Intelligenz. Indem das Kind zum Beispiel seine Hand ins kalte Wasser hält, spürt es ein Gefühl auf der Haut – es ist unangenehm. Darauf reagiert es mit Bewegung und zieht seine Hand zurück. Dann spürt es wiederum, dass das unangenehme Gefühl auf der Haut nachlässt. Seine Bewegung hat also etwas bewirkt. Diese Abstimmung zwischen Wahrnehmung und Bewegung nennt man sensomotorische Intelligenz.

Vom Groben zum Feinen: Entwicklungskalender Feinmotorik

Im Kleinkindalter ist die Entwicklung der Grobmotorik vorrangig – das Laufenlernen. Ab dem zweiten Lebensjahr entdeckt Ihr Kind dann auch die Freude an immer feineren Bewegungen. Es rührt mit dem Löffel im Essen, es klopft mit ihm auf den Tisch oder erkundet die Drehknöpfe an Stereoanlagen. Auch der sogenannte Pinzettengriff, also das Greifen kleiner Dinge wie Murmeln mit Daumen und Zeigefingerspitze, entwickelt sich. Etwa ab dem 18. bis 21. Monat gelingt es, einen Reißverschluss zu öffnen. Jetzt werden zum Beispiel Kinderküche oder Werkbank interessant. Ihr Kind baut Türmchen, kann einen Ball werfen und haut mit dem Stift im Faustgriff auf Papier. Das dritte und vierte Lebensjahr Ab dem dritten Lebensjahr benutzt Ihr Kind zum Essen nun auch eine Gabel, hilft beim Tischdecken, weil es jetzt beim Gehen vorsichtig einen Gegenstand transportieren kann, und es malt mit dicken Wachskreiden Rundformen und Spiralen. Etwas später beginnt es beim Malen auch den Pinselgriff zu benutzen – es hält den Stift nur mit den Fingern, nicht mehr mit der ganzen Handfläche. Ab dem vierten Lebensjahr zieht Ihr Kind selbstständig seine Kleidung an, öffnet und schließt einfache Knöpfe, knetet Formen und malt Kopffüßer. Mit fünf schon fast perfekt

Im fünften Lebensjahr ist Ihr Kind schon fast ein Feinmotorik-Profi:

Das Kind schmiert sein Brot selbstständig.

  • Es kann mit Messer und Gabel essen.
  • Es fädelt einen Faden in eine Nadel ein.
  • Es kann einen Knoten machen.
  • Es kann mit einer Hand mehrere kleine Gegenstände einsammeln.
  • Es kann Bastelarbeiten mit Schere und Klebstoff nach eigenem Plan umsetzen.
  • Es beginnt, einen Stift im Dreipunktgriff zu halten und kann beim Malen Begrenzungen einhalten.

Im sechsten und siebten Lebensjahr schließlich gewinnt Ihr Kind immer mehr an Konzentration, Ausdauer und Variabilität bei feinmotorischen Tätigkeiten. Es lernt, eine Schleife zu binden, zu weben und zu flechten, zu schnitzen oder zu sägen. Mit einer Pinzette kann es kleine Dinge aufnehmen, kann Karten auf der Hand halten und verschiedene Wurftechniken mit dem Ball ausführen. Gezielt fördern Sie finden auf unserer Webseite viele Anregungen mit denen Sie die Entwicklung der Feinmotorik Ihres Kindes fördern können. Stöbern Sie durch unser Magazin, erproben Sie unsere Vorlagen und Downloads oder wählen Sie unter zahlreichen Ideen zum Basteln und Lernen aus.

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