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Großeltern und Enkel

Warum Oma und Opa so wichtig sind

Für jedes Kind sind die Beziehungen zu anderen Menschen das allerwichtigste im Leben. Zuerst natürlich die Bindung an Mama und Papa und die Geschwister, aber auch die Beziehung zu Oma und Opa, Onkels und Tanten. So unterschiedlich die einzelnen Personen, so unterschiedlich sind die gemeinsamen Erlebnisse. Das bereicherte jede Kindheit!

Was Oma und Opa alles können

Oma und Opa sind viel mehr als praktische Babysitter. Sie bringen Erfahrungen und Wissen mit. 

  • Oma und Opa sind selbst Eltern. Sie kennen sich mit allen praktischen Dingen des Kinderalltags aus, auch wenn die Meinungen über Erziehungsdetails sicher oft auseinander gehen. 
  • Sie haben meist viel Geduld und Gelassenheit. Oma und Opa haben erlebt, dass viele Probleme sich von selbst lösen oder als weniger dramatisch herausstellen, als zunächst befürchtet. Außerdem müssen sie die Kinder ja auch nicht erziehen, sie sind nicht verantwortlich. Dadurch können sie vieles entspannter sehen. Diese Gelassenheit und pure Freude geben sie an die Enkel weiter.
  • Sie haben Lebenserfahrung. Sie kennen den Kindergarten früher und wissen, was Mama als Kind gespielt hat. Damit erweitern sie die Erfahrungswelt Ihres Kleinen ganz beträchtlich.
  • Sie sind zeitlich flexibel, zumindest wenn sie in Rente sind. Jede Mama, die versucht hat, in einer Studentenstadt am Samstagabend einen Babysitter zu bekommen, oder morgens um 7 eine Betreuung für das kranke Kind zu organisieren, wird das zu schätzen wissen. 
  • Sie sind meist mit einer großen Liebe und Begeisterung für ihre Enkel gesegnet. Bei ihnen kann Ihr Kleines sich rundherum geliebt und angenommen fühlen. Wenn Sie um Babysitting-Hilfe bitten, tun Großeltern das nicht zähneknirschend oder gestresst, sondern – im Idealfall – mit Hingabe.

Erlebnisse mit Oma und Opa

Eine besondere Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln wächst am besten, wenn sie etwas zusammen unternehmen, ohne dass Sie als Eltern dabei sind.

Leben die Großeltern in der Nähe, geht das ganz einfach. Wohnen sie weiter weg, ist das etwas schwieriger zu organisieren. Doch auch bei einem Besuch lässt sich eine Oma-Opa-Enkel-Zeit gut einplanen.

Oma und Opa können mit den Enkeln zuhause spielen oder sie zu sich einladen. Sie können einen gemeinsamen Spaziergang machen, zum Spielplatz gehen oder gemeinsam einkaufen. Das Spannende für die Enkel ist dann nicht die Aktivität selbst, sondern wie diese wohl mit Oma und Opa verläuft: Spielt Opa auch gern mit Puppen? Kann Oma gut vorlesen ? Welche Kekse darf ich mit ihnen aussuchen? 

Natürlich können Großeltern und Enkel auch größere Ausflüge machen, etwa in den Zoo. Doch dafür oder gemeinsame Urlaube ist noch mehr als genug Zeit, wenn der Nachwuchs etwas älter ist.

Für ein gutes Verhältnis mit Oma und Opa

Nicht nur für die Kinder, sondern auch für Ihre Eltern ist es ein großes Geschenk, Oma und Opa sein zu dürfen. Damit alles etwas davon haben, sollte man ein paar Regeln beachten.

  • Sich absprechen: Klären Sie zeitnah, was Sie brauchen und was Sie nicht möchten. Sagen Sie beispielsweise, wenn es Ihnen sehr wichtig ist, dass Oma und Opa nach dem Mittagessen dem Nachwuchs die Zähne putzen. Sprechen Sie umgekehrt auch ab, wie viel Hilfe oder Babysitting-Zeit die Großeltern geben können und was zu viel ist. 
  • Feste Termine: Leben die Großeltern in der Nähe und haben Zeit, kann man einen Termin festlegen, an dem sie sich regelmäßig um den Enkel kümmern. Das kann ein Nachmittag pro Woche sein, ein Vormittag im Monat oder ein Sonntagnachmittag alle zwei Wochen. So ein Ritual macht Enkeln und Großeltern Spaß.
  • Grenzen einhalten: Lassen Sie Ihren Eltern oder Schwiegereltern auch Freiheiten, etwas anders zu machen, als Sie es mit dem Nachwuchs tun würden. Akzeptieren Sie ihre Erziehungsentscheidungen, auch wenn sie anders ausfallen als Ihre.

Leihoma und Ersatzopa

Natürlich sieht es zwischen Großeltern und Enkeln nicht immer aus wie in Bullerbü. Vielleicht haben Sie gar keinen Kontakt zu Ihren Eltern oder sie wohnen sehr weit weg. Vielleicht haben Ihre Eltern auch keine Zeit oder kein Interesse, sich an Ihrem Familienleben zu beteiligen.

In diesem Fall können Sie versuchen, Kontakt zu anderen älteren Menschen aufnehmen. Vielleicht gibt es ja nette Nachbarn oder eine freundliche Oma von Freunden. Altersheime, Kirchengemeinden oder Nachbarschaftsvereine können Kontakte vermitteln. Leihoma oder Ersatzopa müssen ja nicht gleich zu geliebten Familienmitgliedern werden. Aber ein Besuch ab und an kann Ihrem Kind ein Stück weit Oma und Opa ersetzen.