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Willkommen, Baby! Die ersten Tage zuhause

Willkommen, Baby! Nach ein paar Tagen in der Klinik oder nach der Geburt im Geburtshaus geht es endlich nach Hause. Für viele Eltern ist es ein komisches Gefühl, die Wohnung zum ersten Mal mit Babytragetasche zu betreten. Wo ist nun der Platz für das neue Familienmitglied ? Was braucht es, was braucht es nicht? Eine Anleitung für die (ent-)spannenden ersten Tage zuhause.

Schritt 1: Nehmen Sie sich Zeit

Der allerwichtigste und erste Schritt zuhause lautet: ruhig bleiben. Ein neuer Mensch ist in Ihre Familie, in Ihr Leben getreten. Sie übernehmen eine neue Rolle, sind Mama oder Papa. Das bedeutet eine enorme Veränderung und so etwas wuppt man nicht von einem Moment auf den anderen. Denken Sie an andere große Veränderungen in Ihrem Leben zurück: einen Umzug, einen neuen Job, das Zusammenleben mit dem Partner. Wie lange hat es gedauert, bis sie sich vollends an die neue Situation gewöhnt hatten? Minuten, Tage, Wochen? Eben. Für das neue Leben mit Baby sollten Sie sich ebenso viel Zeit nehmen. 

Schritt 2: Haben Sie Geduld

Ganz ähnlich der zweite Schritt: Haben Sie Geduld mit sich, mit Ihrem Partner und mit dem kleinen Baby. Bestimmt sind Sie mal unsicher. Vielleicht sind Sie auch traurig und ersehnen sich Ihr altes Leben zurück. Vielleicht sind Sie genervt, weil Sie zu wenig schlafen. Haben Sie Vertrauen, dass Sie alle sich aneinander gewöhnen werden. 

Haben Sie auch Geduld mit Ihrem Körper. Schwangerschaft und Geburt haben ihm zugesetzt wie eine schwere Krankheit oder eine Verletzung. Jetzt muss er heilen und sich erholen. Gehen Sie nicht nach ein paar Tagen joggen, ziehen Sie nicht gleich die alten Jeans an. Nehmen Sie sich Wochen oder Monate Zeit, wieder zu Kräften (und zu Ihrer Figur) zu kommen. Nicht umsonst heißt die Zeit nach der Geburt Wochenbett und damit sind viele Wochen gemeint.

Schritt 3: Rat holen bei praktischen Fragen

Wie oft soll ich stillen? Welche Pflege braucht die Babyhaut? Herumtragen oder im Babyzimmer ablegen? Brauchen wir schon ein Schlafritual? Bei allen praktischen Fragen rund um das Baby sollten Sie sich Rat holen. Erster Ansprechpartner ist natürlich die Nachsorgehebamme. Rufen Sie sie ruhig an und stellen Sie alle Fragen, auch wenn sie ihnen vielleicht albern erscheinen.

Auch andere Frauen (die eigene Mutter, eine Freundin oder Nachbarin) geben in dieser spannenden Zeit gern einen Rat – und Väter übrigens auch! Viele Fragen sind nicht allgemeingültig zu beantworten. Wie genau man was macht, müssen die jungen Eltern meist trotzdem allein entscheiden. Aber es hilft enorm, von anderen zu hören: „Mir ging es genauso.“ Oder: „Das habe ich mich auch gefragt.“ 

Schritt 4: Dem Baby geben, was es braucht

Sicher machen Sie sich Gedanken, ob Ihr Kleines alles bekommt, was es braucht. Zum Glück ist das in den ersten Wochen nicht viel: Muttermilch oder die Flasche, warme und saubere Kleidung, Schlaf und vor allem die Nähe von Mama und Papa. Bei allen praktischen Fragen gehen Sie zurück zu Schritt 3. Und in der Zeit dazwischen machen Sie mit Schritt 5 weiter.

Schritt 5: Genießen Sie die ersten Tage mit Ihrem Baby

Dies ist vielleicht der wichtigste Schritt: Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Baby. Sie ist so einmalig wie Ihr Kleines und wird nie wieder kommen. Betrachten Sie Ihr Baby, streicheln Sie es, reden Sie mit ihm. Teilen Sie die schöne Zeit mit Ihrem Partner. Lassen Sie ihn oder sie nicht alles allein machen, bringen Sie sich ein! Umgekehrt: Lassen Sie Ihren Partner die Hälfte der Aufgaben, der Betreuung, der wunderschönen Babyzeit übernehmen. Sie beide sind schließlich gemeinsam Eltern geworden!

Alles Gute und eine schöne Zeit!