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Einschlafhilfen für Baby und Kind

Schlaf gut und träume süß! Das wünschen sicher alle Eltern abends ihrem kleinen Liebling. Doch was kann helfen, wenn es mit dem Einschlafen mal nicht so gut klappt? Wir haben hier einige Ideen für Sie.

Warum ist Einschlafen manchmal so schwer?

Im Mutterbauch ist Ihr Baby niemals allein gewesen. Aber nach der Geburt soll es plötzlich als eigenständiges Wesen in dieser schier unendlich großen Welt zurechtkommen. Da kann man sich schon mal allein, verloren und unsicher fühlen! Das passiert umso mehr, wenn man müde wird. Und dann wollen wir als Eltern auch noch am liebsten, dass das Baby oder Kleinkind allein im eigenen Zimmer einschläft. Klar, dass das Baby oder Kleinkind dafür eine große Portion Sicherheit und Geborgenheit braucht.

Geborgenheit im Bett

Die meisten Babys und Kinder fühlen sich im Bett umso sicherer und geborgener, je mehr es einer Höhle ähnelt. Daher haben Babybetten und Wiegen oft das Nestchen, eine kuschelige Auskleidung aus Stoff, und einen Betthimmel. Neugeborene umgibt man mit dem Stillkissen, um die Welt auf Größe des Säuglings zu verkleinern. Größere richten sich ihr Bett mit ihren Lieblingskuscheltieren und -kissen ein. Sie können ein Moskitonetz über das Bett hängen, einen Vorhang anbringen oder einen speziellen Tunnel installieren. Wichtig ist natürlich, dass Ihr Kind sich im Schlaf nicht in Stoffbahnen oder Bändern verfangen kann.

Das Kuscheltier: bester Freund und Einschlafhilfe

Ohne Kuscheltier wächst bei uns wohl kein Kind auf. Welches Tier oder Fabelwesen das ist, wie groß es ist und wie viele Kuschelfreunde Ihr Kind hat, all das ist ziemlich egal. Hauptsache, Ihr Kind mag seinen plüschigen Begleiter! Denn das liebste Kuscheltier ist ein echter Freund, es teilt Sorgen und Freuden, es tröstet bei Krankheit und Alpträumen, es ist einfach immer da.

Der Verlust des Kuscheltiers kann da schon eine echte Krise sein. Ob man gleich beim Kauf ein zweites als Ersatz mitnimmt, ist jedem selbst überlassen. Vorteil: Das Kind hat dann gleich wieder einen Freund zum Einschlafen. Nachteil: Es riecht neu und ist überhaupt nicht so abgelutscht wie das Alte. So wird das Verlustgefühl also auch nicht vermieden. Lieber trösten Sie Ihr Kind und helfen ihm liebevoll, mit dieser Erfahrung umzugehen.

Noch mehr Einschlafhilfen

Jedes Kind ist anders. Was dem einen hilft, hält den anderen wach. Probieren Sie aus, was zu Ihrem Kind passt, etwa:

  • Das Abendritual vor dem Einschlafen: Am besten immer gleich, wenig aufregend und in einer reizarmen Umgebung.
  • Schnuller: Um eine gute Entwicklung der Zähne zu ermöglichen, empfehlen Kinderärzte oft, den Schuller nur im ersten Lebensjahr zu erlauben.
  • Das Zimmer abdunkeln: Dann werden Schlafhormone ausgeschüttet.
  • Monotone Geräusche: Staubsauger, Haarfön, Heizlüfter, Meeresrauschen auf CD …
  • Pucken: Das Baby einschließlich der Arme in eine feste Decke zu wickeln, erinnert an die Enge im Mutterleib.

 

Böse Träume und Monster verjagen

Monster, wilde Tiere, böse Menschen oder ein tiefer Abgrund – die Alpträume von Kindern sind so vielfältig wie die Kinder selbst. Da kann es helfen, kreativ zu werden:

  • Traumfänger: Ein spinnenwebartiges Netz aus Fäden in einem Ring. Nach indianischer Tradition fängt es die schlechten Träume ab und lässt nur die guten passieren. Als Basis nehmen sie einen zum Ring gebogenen Draht, einen Stickrahmen oder den Rand eines Papptellers. Spannen Sie bunte Wollfäden kreuz und quer zu einem Netz. Mit Perlen oder Federn können Sie den Traumfänger dekorieren. Und dann erzählen Sie Ihrem Kind eine richtig überzeugende Gute-Nacht-Geschichte davon, wie gut der Traumfänger funktioniert.
  • Monsterspray: Eine Art Traum-Placebo in Form eines Sprays, das die Monster unter dem Bett, hinter dem Vorhang oder im Kleiderschrank vertreibt.

Füllen Sie eine saubere Sprühflasche mit Wasser und ein paar Tropfen Lavendelöl. Zeichnen oder drucken Sie ein passendes Etikett für das Super-Duper-Monsterspray, mit dem Ihr Kind alle bösen Wesen wegsprühen kann. Der Trick: Die Angst wird produktiv umgewandelt und Lavendel fördert das Einschlafen!

Zu viel oder zu wenig?

Einschlafhilfen sind prima, aber übertreiben Sie nicht. Wenn sich Ihr Kind erst einmal an komplizierte und anstrengende Rituale gewöhnt hat, kann es nicht mehr ohne. Vermutlich möchten Sie langfristig nicht jeden Abend von sieben bis neun Ihrem Kind den Rücken streicheln. Oder um halb elf verzweifelt auf der Suche nach dem einen wahren Kuscheltuch im Keller die Dreckwäsche durchwühlen.

Gleichzeitig ersetzen Einschlafhilfen niemals Ihre Liebe und Zuwendung. Wenn Ihr Kind wächst, zahnt, krank ist oder andere Probleme hat, dann reichen Kuscheltier und Co. oft nicht mehr aus. Dann braucht es Sie!