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Kleine Sportmuffel

So kommen Kinder in Bewegung

Couch-Potato? Teppichspieler? Das ist okay, aber Bewegung muss auch sein. Sie ist für gesunde Kinder und Erwachsene unerlässlich! Und das Beste ist: Hat man sich erst daran gewöhnt, macht sie richtig Spaß.

Warum Bewegung für Kinder so wichtig ist


Unser Körper ist so gebaut, dass er nur mit ausreichend Bewegung richtig und gesund funktioniert. Auch unser Gehirn braucht den Input durch die Bewegung, zum Beispiel die verschiedenen Reize auf das Gleichgewichtsorgan oder die Erfahrungen der Druck- und Schmerzsensoren. Je mehr körperliche Reize im Gehirn ankommen, umso besser entwickelt es sich. Nicht nur Kraft, Ausdauer und motorische Fähigkeiten werden gestärkt, sondern auch die geistigen. Bewegung hilft beim Lernen. Nur durch Bewegung kann man Stress abbauen. Bewegung stärkt das Immunsystem und macht damit weniger anfällig für lästige Infekte und schwerere Krankheiten. Ein starker, gut trainierter Körper beugt Gelenk- und Rückenbeschwerden vor. Vor allem in Teamsportarten lernen Kinder den Umgang mit anderen und das Beachten von Regeln. Regelmäßige Bewegung hebt sogar die Stimmung! Das alles gilt selbstverständlich für Erwachsene genauso wie für Kinder. Kommen Sie mit Ihrem Nachwuchs in Schwung!

Wie viel Bewegung braucht mein Kind?


Die Meinungen zu genauen Zeiten gehen auseinander. Mit etwa ein bis zwei Stunden Bewegung pro Tag machen Sie und Ihr Kind nichts falsch. Zu dieser Zeit zählt alles, was Sie in Bewegung bringt: neben richtigem Sport auch im Garten arbeiten, zu Fuß einkaufen gehen oder draußen spielen. Manche Kinder erreichen so eine Bewegungsspanne pro Tag mit Spielen und Toben ganz von selbst. Andere, gerade in der Pubertät, brauchen etwas mehr Motivation (und viele Erwachsene auch).

So bringen Sie Ihr Kind in Bewegung


Wir kennen es ja selbst: Manchmal ist es schwierig, sich zu einem aktiven Lebensstil durchzuringen. Mit diesen Tipps und Tricks fällt es Ihnen und dem Sprössling leichter:

  • Vorbild sein: Eine sinnvolle Einstellung zur Bewegung lernen Kinder – wie alles andere auch – am besten durch Nachahmen. Sind Sie selbst eine Couch-Potato wird Ihr Kind nur schwer verstehen, warum es sich anstrengen soll. Leben Sie das Verhalten vor, das Sie sich von Ihrem Nachwuchs wünschen! Sie müssen deswegen nicht gleich in den Sportverein eintreten oder Marathon laufen, aber Sie sollten Bewegung und Sport ganz selbstverständlich in den Alltag integrieren.
  • Bewegung im Alltag: Ein erster und ziemlich wirksamer Schritt, sich selbst und Ihr Kind in Bewegung zu bringen, ist, die Bewegung in den Alltag einzubauen. Egal ob der Weg zum Kindergarten, zum Einkaufen oder zum Opa: Gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie Rad anstatt mit dem Auto oder Bus. Nehmen Sie die Treppen statt den Aufzug. Laufen Sie beim gemeinsamen Spiel mit den Roboterfiguren durch die Wohnung, anstatt sie im Sitzen auf dem Fußboden spazieren zu führen. Sicher fällt Ihnen noch viel mehr ein!
  • Sportliche Rituale: Ein Ritual  ist im Grunde nichts anderes als eine Gewohnheit. Es erspart uns die Entscheidung: Mache ich jetzt Sport? Muss ich mich jetzt wirklich aufraffen? Sie und Ihr Kind müssen sich nicht mehr aufraffen, wenn es zum Ritual geworden ist, nach dem Mittagessen ein paar Minuten draußen zu spielen oder jeden Dienstag eine Radtour zu machen. Rituale können auch belohnen, zum Beispiel wenn sich Ihr Kind immer nach dem Fußballtraining einen extra Joghurt oder Saft aussuchen darf. Das Gute ist: Haben Sie und Ihr Kind sich erst an die sportlichen Rituale gewöhnt, verlangt ihr Körper richtiggehend danach. Sie werden sich dann mit Bewegung viel wohler fühlen als ohne!
  • Belohnungen: Echte Sportmuffel tun sich mit dem täglichen Bewegungsprogramm und dem wöchentlichen Vereinstraining leichter, wenn eine Belohnung winkt. Gestalten Sie ein Plakat mit Bildern von Sportlern oder Sportgeräten, diese können Sie aus Zeitungen ausschneiden. Ab nun bekommt Ihr Kind für jedes Training oder auch für jeweils fünfzehn Minuten Sporteln einen Sticker oder Stempel. Allein der stetig wachsende Berg Sticker wirkt schon Wunder! Sie können Ihrem Kleinen aber auch eine kleine Belohnung versprechen, etwa eine Zeitschrift für 20 Punkte, eine halbe Stunde fernsehen für 30 oder einen Ausflug für 50 Punkte.
  • Wettbewerbe: Ehrgeizige Kinder, die sich gern messen, werden Spaß an einem sportlichen Wettbewerb haben. Auch dafür brauchen Sie ein cooles Sportplakat. Wer macht alles mit? Mama, Papa und alle Geschwister? Vielleicht auch ein paar Freunde oder Oma und Opa? Legen Sie für jeden Teilnehmer eine Spalte an, bestimmten Sie einen Zeitraum (zum Beispiel eine Woche) und tragen Sie die tägliche Bewegung in Minuten ein. Training in der Gruppe gilt hier genauso wie Schulsport, die Radfahrt zum Kindergarten, das Toben auf dem Spielplatz oder ein Spaziergang mit Oma. Wer hat am Ende der Woche die meisten sportlichen Minuten angesammelt? Der oder die bekommt einen Preis.

Beliebte Sportarten für Kinder


Jedes Kind ist anders. Darum macht dem einen Schwimmen Spaß und der anderen Tennis. Probieren Sie mit Ihrem Kind ruhig verschiedene Sportarten aus. In vielen Vereinen und Sportschulen kann man kostenlos ein bis zwei Probestunden besuchen, bevor man sich fest anmelden muss. 
Trotz aller Unterschiede zwischen den Kids sind einige Sportarten besonders beliebt und für Kindergartenkinder geeignet: 

  • Kinderturnen mit oder ohne Eltern, Joggen, Radfahren, Voltigieren und Tanzen (ab etwa 3 bis 4 Jahren),
  • Schwimmen, Karate, Leichtathletik, Tennis, Reiten, Fußball und Judo (ab etwa 5 bis 6 Jahren).

Neben Sport im Verein können Sie natürlich auch zuhause ins Schwitzen kommen. Bei gutem Wetter können Sie im Garten oder auf dem Spielplatz klettern, rennen, balancieren, Bälle oder Frisbees werfen, schießen und rollen … Die Möglichkeiten sind schier endlos! Bei Regen bauen Sie im Haus einen Parcours aus Tischen, Stühlen, Krabbeltunnel etc. auf. Diesen dürfen Sie und Ihr Kind laufend, kriechend, kletternd und hüpfend überwinden. Was für ein Spaß!