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Meinem Kind das Fahrradfahren beibringen

Tipps für den sicheren Start

Radfahren macht Spaß, ist gesund und man kommt viel schneller von A nach B als zu Fuß. Darum wollen viele Kindergartenkinder endlich Radfahren lernen wie die Großen! Ab etwa 3 Jahren kann Ihr Kind das versuchen, wenn es fit und motorisch begabt ist. Es ist aber auch völlig okay, wenn es erst mit 6 oder später aufs Rad steigt.

Roller ja, Laufrad gern, Stützräder nein


Etwa mit zwei Jahren können Sie Ihr Kind auf ein Laufrad setzen. Viele Kinder beherrschen das bald perfekt und werden richtig flott auf dem Gefährt. Laufrad und Roller sind außerdem schon für die Kleinsten ziemlich sicher, denn vom Laufrad kann man nur schwer runterfallen und vom Roller leicht abspringen.
Genau wie der Roller ist das Laufrad eine tolle Vorübung fürs Radeln. Bei beiden muss man nämlich das Gleichgewicht halten. Wenn Ihr Kind dann auf das Fahrrad umsteigt, sollten Sie keine Stützräder anbauen. So verlernt es nämlich unter Umständen das Balancieren wieder und muss von vorne anfangen.

Fahrradfahren lernen – die ersten Versuche 


Ungefähr mit dem Eintritt in den Kindergarten  kann Ihr Kind die ersten Fahrversuche mit dem Fahrrad wagen. Wenn es vorher schon Laufrad gefahren ist, ist die Umstellung oft gar nicht so schwer. Zur richtigen Radgröße lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Stellen Sie den Sattel so ein, dass Ihr Kind mit beiden Fußballen oder Füßen auf den Boden kommt. Der Lenker muss so hoch sein, dass Ihr Kind relativ aufrecht sitzt und gut an die Bremsen kommt. Natürlich radelt Ihr Nachwuchs nicht ohne Helm. Wichtig ist außerdem, dass Sie am Anfang immer dabei bleiben. 
Suchen Sie für die ersten Fahrübungen einen geschützten Platz abseits vom Verkehr, etwa ein Schulhof am Nachmittag, ein Parkplatz nach Ladenschluss oder eine verkehrsberuhigte Seitenstraße.

So lernt Ihr Kind Radfahren


Nun geht es los:

  • Rollen: Zuerst sollte Ihr Kind mit dem Rad rollen wie mit dem Laufrad. Da das Fahrrad schwerer ist, erfordert das etwas Kraft und Übung.
  • Treten: Aus dem Rollen heraus kann Ihr Kind die Füße auf die Pedale heben und treten. Alternativ geben Sie ihm einen Anschubs, denn der Moment des langsamen Anfahrens ist der schwierigste. Dabei laufen Sie nebenher und stützen am Sattel und Lenker, am Arm oder der Schulter. Achten Sie darauf, weniger zu halten, sondern nur dann zu stützen, wenn es nötig ist.
  • Bremsen: Selbstverständlich muss Ihr Kind auch üben, wieder anzuhalten. Es sollte dazu zunächst die Rücktrittbremse benutzen.
  • Übung: Üben Sie das so lange, bis Ihr Kind selbstständig fahren und anhalten kann. Anschließend können Sie Kurven üben und den Gebrauch der Handbremse testen.

Loben  nicht vergessen. Radfahrenlernen ist für Kinder wirklich nicht ohne!

Radfahren lernen im Verkehr


Erst wenn Ihr Kind das Rad sicher alleine beherrscht, können Sie mit ihm auf die Straße fahren. Natürlich lassen Sie es auf keinen Fall alleine losziehen! Kindergartenkinder können den komplexen Straßenverkehr nämlich noch nicht einschätzen. Auch wenn Sie dabei sind, gibt es noch Gefahren, etwa Abhänge und Engstellen. Lassen Sie Ihr Kind dort absteigen, solange Sie noch nicht ganz sicher sind, dass es gut bremsen und lenken kann. Bis Ihr Kind acht Jahre alt ist, muss es auf dem Gehweg fahren, ab 10 Jahren muss es auf die Straße.