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Die Natur mit Kindern entdecken

Kinder sind von Natur aus Forscher. Sie wollen wissen, wie ihre Umwelt aussieht, sich anfühlt, riecht und schmeckt und wie alles funktioniert. Bremsen Sie Ihren kleinen Entdecker nicht! Gehen Sie mit ihm nach draußen in die Natur, wo er so viel forschen kann, wie er mag: Tiere und Pflanzen, Wind und Wetter, Wasser und Steine und noch viel mehr.

Die Natur entdecken mit Kindern

Wer daran denkt, mit Kindern die Natur zu erleben, meint oft, so richtig hinaus aufs Land zu müssen: in den Wald, ins Gebirge, an den Strand. Aber es gibt auch ganz in der Nähe interessante Naturräume: Flussufer in der Stadt, Felder und Feldränder, Parks und der eigenen Garten.

  • Lieblingsplatz: Lassen Sie Ihr Kind einen Lieblingsplatz in der Natur aussuchen: ein schöner großer Baum im Park oder eine Wiese auf einem Hügel, eine flache Stelle am Bach, ganz egal. Besuchen Sie diesen Platz regelmäßig. Lassen Sie Ihr Kind dort Pflanzen und Tiere beobachten.
  • Jahreszeiten: Der Lauf der Jahreszeiten ist spannend, auch in der Natur. Besuchen Sie den Lieblingsplatz Ihres Kindes mindestens einmal in jeder Jahreszeit. Machen Sie Fotos. Sammeln Sie Pflanzen und Pflanzenteile. Machen Sie von jeder Jahreszeit eine Collage und hängen Sie alle vier zusammen auf. Wie verändert sich der Lieblingsplatz?
  • Schau genau: Mit einer Becherlupe kann Ihr Kind Blätter, Borke oder einen Käfer genauer betrachten. Tiere bitte immer nach wenigen Minuten wieder dort aussetzen, wo man sie gefunden hat!
  • Wasserprobe: Angeln Sie mit einem durchsichtigen Glas etwas Wasser aus einem Bach, Teich oder dem Meer. Schauen Sie, was darin schwimmt.
  • Schiffchen fahren: Auf Bächen kann man wundervoll Boote fahren lassen! Testen Sie zunächst, was gut schwimmt: Steine, Stöckchen, Borke, Blätter? Ein Stück Borke wird zum Schiff, ein Zweig zum Mast und ein Blatt zum Segel. Sie können auch vorher zuhause ein Schiffchen basteln: aus einem leeren Quarkbecher oder dem Deckel einer Eispackung. Darauf können Korkenmännchen (mit Knete festgeklebt) spazieren fahren. Aber Achtung, lassen Sie kein Plastik in der Natur zurück! Alternativ können Sie auch unsere Anleitung im Downloadbereich nutzen und zuhause ein Papierschiffchen falten, das Sie auf dem Spaziergang mitnehmen.
  • Steinreich: Lassen Sie Ihr Kind schöne Steine sammeln. Schauen Sie mal, welche unterschiedlichen Farben und Formen Sie finden. Flache Kiesel kann man zuhause anmalen: als Fische, Fliegenpilze, Monstergesichter …
  • Basteln mit Naturmaterialien : Sammeln Sie auf einem Spaziergang die schönsten Schätze aus der Natur wie Zapfen, Eckern, Kastanien, Treibgut, Muscheln. Zuhause wird damit gebastelt.

Natur erforschen nebenbei

Weder Kinder noch Erwachsene haben immer Lust auf eine große Wanderung in den Wald oder eine tagesfüllende Entdeckungstour am Fluss. Und das ist auch völlig okay so! Sie können auch im Alltag und ganz nebenbei mit ihren Kindern die Natur erleben.

  • Unterwegs: Legen Sie alltägliche Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Dann sind Sie und Ihr Kind nämlich mittendrin in der Natur, Sie erleben Wind und Wetter. Seien Sie aufmerksam. Was wächst eigentlich in den Ritzen der Gehwegplatten? Wer krabbelt am Baum vor meiner Schule? Was blüht in den Gärten?
  • Neues wachsen lassen: In einem Topf auf der Fensterbank kann man Pflanzen aus völlig alltäglichen Samen ziehen. Pflanzen Sie Zitronen- oder Orangenkerne ein oder lassen Sie eine Kartoffel, Zwiebel oder Knoblauchzehe wachsen, wenn sie sowieso schon austreiben.

Natur erforschen in der Stadt

Sie wohnen in der Stadt und haben keinen Garten? Kein Problem. Städte sind nur auf den ersten Blick leblos und unnatürlich. Auch hier können Sie mit ihrem Nachwuchs die Natur erforschen.

  • Forscherspaziergang: Machen Sie einen Spaziergang und schauen Sie ganz genau hin. Wo wächst überall etwas? Schauen Sie mit Ihrem Kind in die kleinsten Winkel: in Mauerfugen, Pflasterritzen, rund um Ampelpfähle oder Straßenbäume. Schauen Sie auch nach oben, vielleicht finden Sie begrünte Fassaden oder Dächer.
  • Essen im Topf: Ihr Kind kann Gemüse und Kräuter in einem Topf auf der Fensterbank oder dem Balkon ziehen. Besonders schnell und unkompliziert wachsen Radieschen, Kresse und Blattsalate.
  • Zimmerpflanzen: Von vielen Zimmerpflanzen kann man Stecklinge abnehmen. Schneiden Sie dafür einen zehn Zentimeter langen Trieb und stellen ihn ins Wasser, bis er Wurzeln bekommt. Dann kann er eingepflanzt werden. Das funktioniert zum Beispiel prima bei Fleißigen Lieschen, Fuchsien, Gummibaum und Ficus-Arten. Vielleicht kann sich Ihr Kind bei Oma eine Pflanze aussuchen und sie im eigenen Zimmer pflegen?
  • Ausflüge: Forschen Sie nach botanischen Gärten, Schaugärtnereien, Naturerlebniszentren, Naturkundemuseen, Parks, Uferpromenaden, offenen Gärten, Wildparks oder Naturführungen für Kinder. Bestimmt findet sich auch bei Ihnen in der Nähe ein Angebot. 

Natur erforschen bei jedem Wetter

Egal ob Regen, Wind, Graupel oder Donner: Es lohnt sich aber sehr, bei schlechtem Wetter rauszugehen. Lassen Sie Ihr Kind den Wind spüren, in Pfützen springen, nass werden. Diese sinnliche Erfahrung ist wichtig. 

Beobachten Sie, ob Tiere und Pflanzen sich jetzt anders verhalten als bei Sonnenschein. Singen die Vögel? Krabbeln Ameisen und Käfer? Sind die Blüten der Blumen geöffnet? 

So werden Sie gemeinsam zu Naturforschern!