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Bewegungsspiele mit dem Baby

Von „Kille, kille“ bis „Hoppe, hoppe, Reiter“ – Spiele rund um Bewegung, Fühlen und körperliche Wahrnehmungen gibt es viele. Sie trainieren eine ganze Reihe wichtiger Sinne. Und dann machen sie Mama, Papa und Baby auch noch einen Riesenspaß!

Ein gutes Körpergefühl

Streicheln, kitzeln, schaukeln, wackeln, dehnen, kneten … Durch Bewegungen und Berührungen erlebt ihr Baby sich ganz neu. Sie schenken dem kleinen Gehirn damit eine Menge Lernerfahrungen, vor allem für:

  • den Tastsinn (auch taktile Wahrnehmung genannt),
  • den Gleichgewichtssinn,
  • den Kraft- und Bewegungssinn (Lage und Spannung von Muskeln und Gelenken).

Dass diese Sinne gut ausgeprägt sind, ist besonders wichtig. Sie bewirken, dass Ihr Kind sich in seinem Körper wohl fühlt und dass es Koordination, Beweglichkeit und Geschicklichkeit entwickelt. Auch die Seele entwickelt sich dann oft prächtig. Sie wissen ja selber, wie sehr man sich durch eine Berührung getröstet und geliebt fühlt.

Bewegungsspiele fürs Baby ganz nebenbei

Viele Spiele machen Sie ganz automatisch und nebenbei: Sie wiegen und schaukeln ihr Baby, Sie schütteln es sanft oder halten es bei „Hoppe, hoppe, Reiter“ ganz kurz kopfüber. Sie streicheln oder massieren es auf dem Wickeltisch, strecken seine Ärmchen und Beinchen oder schieben sie zusammen.

Probieren Sie unterschiedliche Berührungen und Bewegungen aus. Beobachten Sie, was Ihrem Kind gut tut.

Spiele mit Körpereinsatz

Es gibt eine Vielzahl von Fingerspielen , Schoß- und Bewegungsspielen. Sie sind oft mit einem Reim verbunden. Bestimmt kennen Sie selbst einige von früher! Für Babys erstes Lebensjahr reicht es aber aus, neuartige Berührungen und Bewegungen auszuprobieren.

Für den Tastsinn:

Lassen Sie Ihr Kind auf dem Wickeltisch nackt liegen (wenn es kalt ist, den Heizstrahler nutzen!). Und nun darf gestreichelt werden! Probieren sie kreisende, streichende und klopfende Berührungen, sanfte und feste. Berühren Sie Körperteile, die sonst oft zu kurz kommen, zum Beispiel die Fußsohlen oder die Beinrückseiten. Achten Sie darauf, was Ihrem Baby gefällt und ob es irgendwann genug hat.

Für den Gleichgewichtssinn:

Legen Sie ihr Kind auf eine Decke, fassen Sie alle vier Ecken und schaukeln Sie es sanft wie in einer Hängematte.

Für den Kraft- und Bewegungssinn: 

Legen Sie ihr Baby auf den Rücken, schieben sie die Beinchen zusammen, sodass die Knie zum Bauch kommen. Schaukeln Sie Ihr Baby auf dem runden Rücken. Ziehen Sie die Beine wieder lang.

Übung macht den (Bewegungs-)Meister

Wie immer beim Lernen: Damit Ihr Kind ein gutes Körpergefühl entwickelt, muss es üben, üben, üben. Also spielen, streicheln und schaukeln Sie immer und immer wieder.

Im Alltag lassen sich unendlich viele Bewegungen ausprobieren: Am Anfang spürt das Baby das Schaukeln und die Berührung im Tragetuch. Später strampelt es auf einer Decke. Bald wird es auch Fingerspiele und Bewegungsspiele mit Reimen lieben. Probieren Sie es einfach aus!