6 altersstufe 6 endlich schulkind?t=1520421901 2 interaktion?t=15205008783 kommunikation?t=15205009058 wahrnehmung?t=1520501024

Selbstbewusstsein stärken

Machen Sie Ihr Kind stark!

Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl – es gibt verschiedene Begriffe im Zusammenhang mit der Idee, das Kind innerlich stark und selbstständig zu machen. In diesem Artikel geht es um Selbstvertrauen als grundsätzliche Zuversicht, dass man der Welt mit seinen eigenen Fähigkeiten erfolgreich begegnen kann.

Das Selbstvertrauen bei Kindern stärken

Selbstvertrauen, also Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, brauchen Kinder jeden Tag. Schließlich lernen sie ständig neue Fähigkeiten dazu, mit denen sie noch nicht viel Übung haben. Mit einem fremden Erwachsenen sprechen, den Tisch abwischen, den Schultag in der ersten Klasse  meistern – für all das und noch viel mehr braucht ein Kind Selbstvertrauen, also die Sicherheit, dass es das kann.


So können Sie es stärken:

  • Angemessene Ziele setzen: Aufträge, die Sie Ihrem Kind geben, dürfen es nicht überfordern. Gleichzeitig dürfen Sie keine sinnlosen Pseudo-Ziele setzen, sondern echte Aufgaben mit einem Stück Verantwortung. Welche Ziele oder Aufträge das für Ihr Kind sind, hängt vom Alter und seiner persönlichen Entwicklung ab. Für jüngere Kinder kann es zum Beispiel die Mithilfe im Haushalt wie zum Beispiel beim Aufräumen sein. Für eine sportliche Wasserratte mit fünf Jahren ist das Seepferdchen ein gutes Ziel, für einen ängstlichen Nicht-Bader dagegen nicht. Ein selbstsicheres Kind fragt die Lehrerin problemlos nach Hilfe, für ein schüchternes Kind ist das erst noch ein herausforderndes, aber sinnvolles Ziel.
  • Kinder ermutigen: Machen Sie Ihrem Kind Mut, dass es seine Aufgabe erfüllen kann. „Ich glaube an dich.“ – „Ich vertraue auf deine Fähigkeiten.“ – „Ich bin sicher, dass du das kannst.“ – All das sind ermutigende Sätze, aber natürlich nur, wenn sie auch stimmen, wenn Sie also wirklich glauben, dass Ihr Kind die Aufgabe schaffen kann. Wenn nicht, lesen Sie noch einmal den Abschnitt zu angemessenen Zielen.
  • Loben: Wenn Ihr Kind etwas geschafft – oder auch nur versucht – hat, dann loben Sie es. Sagen Sie ihm, wie stolz Sie sind. Betonen Sie, wie großartig Sie seine Anstrengungen finden.
  • Vormachen: Wie immer in der Erziehung ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind das vorleben, was Sie sich von ihm wünschen. Probieren Sie also selbst mal etwas Neues, Ungewohntes aus. Sie können zum Beispiel mit Ihrem Kind allein einen Ausflug machen, ohne Navi Auto fahren, in die Loopingbahn steigen … Natürlich müssen auch Ihre Ziele angemessen sein. 

Außerdem ist es wichtig, dass Sie darauf achten, wie Sie mit sich selbst sprechen. Machen Sie sich selbst oft nieder? Dann sagen oder denken Sie vielleicht Sätze wie: „War ja klar, dass ich das wieder nicht hinkriege.“ – „Ich kann ja auch gar nichts.“ Das hilft weder Ihnen noch Ihrem Kind. Ermutigen und loben Sie sich lieber so, wie Sie es auch mit Ihrem Kind tun würden: „Ich schaffe das!“ – „Wow, das war herausfordernd, aber ich habe es geschafft!“
Sie schaffen das!