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Die Grundschulzeit endet

Der Übergang von der Grundschule an die weiterführende Schule

Es ist ein wichtiger Einschnitt im Leben Ihres Kindes: Der Abschied von der Grundschule und der Neubeginn an der weiterführenden Schule – unabhängig davon, welche Schulform es ab jetzt besuchen wird. Gestalten Sie den Übergang als etwas Besonders und begleiten Sie Ihr Kind auf dem neuen Weg.

Abschied von der Grundschule


Ihr Kind hat seine Grundschule vier Jahre lang besucht. Es war die erste Schule, die es kennengelernt hat. Lehrer, Schüler und Schulgebäude sind ihm vertraut. Das alles muss es nun hinter sich lassen. Dazu kommt viel Ungewohntes: Eine größere Schule, neue Fächer und Lehrer, das berechtigte Gefühl, nicht mehr zu den Großen, sondern zu den Kleinen zu gehören.
Das alles kann traurig, aufregend oder beunruhigend sein und das ist völlig normal! Lassen Sie Ihr Kind seine Gefühle durchleben, bis sie von selbst vergehen.

Vorbereitung und Vorfreude


Damit am ersten Tag alles weniger fremd ist, veranstalten viele weiterführende Schulen Einführungstage. An diesen Terminen stellen sich Schulleitung und Klassenlehrer vor und das Schulgebäude kann besichtigt werden. Nutzen Sie dieses Angebot mit Ihrem Kind!
Für viele Fünftklässler ändert sich der Schulweg, oft wird er länger. In den Sommerferien kann Ihr Junior den Weg zur weiterführenden Schule üben, am besten gemeinsam mit Mama oder Papa. Vielleicht gibt es auch Freunde, die den gleichen Weg haben? Dann sollten die Kids gemeinsam üben. 
Außerdem ist in den Sommerferien Zeit, Schulbücher zu bestellen und  Schulmaterialien einzukaufen (natürlich nur, wenn die Schule bereits eine Liste ausgegeben hat). Wegen der Vielzahl der Fächer ist die Einkaufsliste oft verblüffend umfangreich! Ihr Kind sollte bei den Einkäufen mitmachen oder, wenn es das kann und will, alles alleine besorgen. Das stärkt seine Selbstständigkeit , die in der weiterführenden Schule sowieso mehr und mehr gefragt ist.
Übrigens geht kaum ein Kind mit seinem Grundschulranzen in die weiterführende Schule. Die Sommerferien sind daher die ideale Zeit, einen guten Schulrucksack zu kaufen. Dieser ist nur noch etwa halb so teuer wie ein Ranzen. Die neuen Schulrucksäcke sind bequem zu tragen, stabil, haltbar und mit vielen Funktionen ausgestattet. Und richtig cool sind sie natürlich auch!

Die ersten Tage an der weiterführenden Schule


Am ersten Tag wird es eine feierliche Einschulung für Ihr Kind geben. Damit es merkt, dass sein wichtiger Tag auch für Sie bedeutend ist, sollten sich Mama und Papa dafür Zeit nehmen. Sie können den Tag auch nach der Feier ein wenig festlich gestalten: Kochen Sie das Lieblingsessen Ihres Kindes, gehen Sie zum Italiener, machen Sie einen Familienausflug oder einen Spielenachmittag.
In den nächsten Tagen findet in der Schule vielfach kein normaler Unterricht statt. Stattdessen bleibt die Klasse mit dem Klassenlehrer zusammen. Es werden zum Beispiel der Stundenplan besprochen, Fachräume besichtigt und der Vertretungsplan studiert. Auch das Kennenlernen kommt nicht zu kurz, schließlich finden sich in den neuen Klassen Kinder aus vielen Grundschulen zusammen. Mancherorts übernehmen ältere Schüler ein Patenamt für die Neuen. Die Fünftklässler können sich mit ihren Fragen an sie wenden und verlieren dabei vielleicht ein wenig die Scheu vor den älteren Mitschülern.

Der Unterrichtsalltag


Endlich findet Unterricht nach Stundenplan statt! In den veränderten Alltag müssen Sie und Ihr Kind sich vermutlich erst einfinden. Zeiten zum Aufstehen und Aus-dem-Haus-gehen ändern sich, da braucht man genügend Zeit fürs Frühstück. Ihr Kind sollte dennoch ein Pausenbrot und etwas zu trinken mitnehmen. Das gilt besonders, wenn der Schultag länger dauert. 
Ein großer Unterschied zwischen Grundschule und weiterführender Schule ist die größere Distanz, die die Eltern zur Schule haben. Sie werden nicht mehr alle Lehrer kennenlernen. Das ist so gewollt, Ihr Kind ist nun die Hauptperson. Es muss sich nun selbstständig um Termine für Arbeiten und Hausaufgaben kümmern. Die mündliche Mitarbeit im Unterricht spielt eine größere Rolle. Stille Kinder können durch ordentliche Heft- und Mappenführung meist ein paar Punkte gut machen.
Am Nachmittag muss Ihr Kind Hausaufgaben machen. Sie sind jetzt oft umfangreicher. Herausfordernd ist außerdem, dass sie nicht automatisch zum nächsten Tag auf sind. Ohne Hausaufgabenheft ist es da schier unmöglich, den Überblick zu behalten. Fragen Sie am Anfang ruhig nach, ob und zu wann Ihr Nachwuchs Hausaufgaben hat. Übernehmen Sie aber nicht die Planung und Kontrolle (und die Durchführung erst recht nicht). Im Anschluss an die Hausaufgaben kann Ihr Kind den Rucksack für den nächsten Tag packen. Denn durch den häufigen Fächerwechsel sind nicht mehr alle Materialien täglich mitzubringen. Dafür sind es auch viel zu viele. 
An den Nachmittagen braucht Ihr Kind trotz Hausaufgaben und Lernen Zeit für sich: zum Sport  (perfekt als Ausgleich und zum Stressabbau!), zum Freunde treffen und zum Entspannen . 

Was tun bei Schwierigkeiten?


Interessieren Sie sich für die Erlebnisse und Erzählungen aus dem Schulalltag Ihres Kindes. Hören Sie genau hin, ob es vielleicht Schwierigkeiten andeutet. Geht es um einfache Übergangsschwierigkeiten wie „Da ist alles so fremd!“, dann müssen Sie nichts unternehmen. Seien Sie einfach einfühlsam und haben Sie Geduld. Äußern Sie Vertrauen in Ihr Kind. Machen Sie sich und ihm klar, dass Schwierigkeiten und Gefühle zum Leben dazugehören.
Was aber, wenn Ihr Kind schwerwiegende Probleme hat, sei es mit Lehrern, Mitschülern oder dem Unterrichtsstoff? Unterstützen Sie es, indem Sie mit ihm eine Lösung suchen – nicht für ihn. Suchen Sie das Gespräch mit der Klassenlehrkraft, erfahren Sie deren Sichtweise und bitten Sie um Rat. Auch Beratungslehrer der Schule oder Erziehungsberatungsstellen können helfen.
Und: Bauen Sie keinen übertriebenen Leistungsdruck auf. Noten können nicht immer gut sein. Ermutigen Sie Ihr Kind zum Lernen, ohne es unter Druck zu setzen.
So wird es sich in der neuen Schule sicher bald wohlfühlen.