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Spielentwicklung beim Kind

Von der ersten Rassel bis zur Puppe, von den Babyhändchen bis zum Legohaus – in den ersten Lebensjahren verändert sich das Spielverhalten Ihres Kleinen so rasant wie sein Körper. Wir geben einen Überblick darüber, was sich wann tut.

Spielen im ersten Jahr

Schon die allerkleinsten Babys spielen. Natürlich nehmen Sie kein Auto in die Hand und fahren damit herum. Spielen in den ersten Lebensmonaten bedeutet, dass Sie Ihren kleinen Liebling auf dem Arm halten und wiegen, ihn anlachen, Töne machen, ihn küssen und kitzeln. Und das tun Sie sicher schon ganz von selbst.

Im zweiten Lebensvierteljahr beginnen die Babys zu greifen. Nun können Sie ihm Greiflinge oder Rasseln hinhalten. Es schaut auch gern nach einem Mobile über dem Wickeltisch oder betrachtet auf dem Bauch liegend interessante Details auf der Krabbeldecke. Im Haushalt finden Sie ausreichend Beschäftigung für Ihr Kind, etwa Holzlöffel, ein Glöckchen, ein weiches Tuche oder eine Dose mit oder ohne rasselnden Inhalt.

Ihr Kleines wird immer aktiver. Im zweiten Lebenshalbjahr kann es sitzen, robben, krabbeln und vielleicht laufen. Spielen ist da fast gleichbedeutend mit Bewegung! Turnen Sie mit Ihrem Kleinen, machen Sie Bewegungsspiele und Fingerspiele. Von lustigen Reimen und fröhlichen Liedern begleitet macht das besonders viel Spaß. Ihr Baby wird jetzt immer mehr zum kleinen Forscher und erkundet seine eigenen Hände und Füße, seine körperlichen Fähigkeiten und seine Umgebung. Richtig spannend sind Gegenstände, die rollen, Töne machen, umfallen oder sonst irgendwie auf Babys Spielversuche reagieren.

Spielen im zweiten Jahr

Im zweiten Lebensjahr begreifen die Kleinen immer mehr von der Welt um sich herum. Das spiegelt sich in ihren typischen Beschäftigungen:

  • Stapeln: Bauklötze, Stapelbecher, Dosen und Bücher – Kinder im zweiten Lebensjahr stapeln gern. Sie haben nämlich gelernt, dass die Gegenstände eine räumliche Ausdehnung haben, und Sie üben den Umgang mit den drei Dimensionen im Spiel.
  • Rollenspiele: Die Puppen schlafen legen, mit den Kuscheltieren in die Kita fahren oder mit Mama und Papa in einem selbstgebauten Auto rumfahren – Ihr Kind hat nun eine innere Vorstellung von vielen Handlungen und Gegenständen und kann sie im Rollenspiel nachstellen und üben.
  • Die Fähigkeiten erkunden: Endlich kann ich laufen! Doch es gibt ja noch viel mehr zu üben, von rennen und hüpfen bis hin zum Balancieren und Treppensteigen. Kinder zwischen 1 und 2 sind gern körperlich aktiv.

Spielen im dritten und vierten Jahr

Im dritten Lebensjahr machen die Kleinen große Schritte Richtung Selbstständigkeit. Sie gehen in die Kita, werden trocken und ziehen sich selbst an. Das spiegelt sich auch im Spiel.

  • Alltägliches: Kochen, essen, zu Bett gehen und andere Alltäglichkeiten sind im Spiel weiterhin beliebt. Außerdem helfen viele Zwei- bis Dreijährige gern im Haushalt. Lassen Sie sie spielerisch mitmachen! 
  • Bauen: Mit Bausteinen, der Holzeisenbahn und Co. übt Ihr Kleines, die drei Dimensionen des Raumes zu begreifen. Es baut nun vermehrt in die Waagerechte, während es vorher eher in die Senkrechte ging.
  • Mit Rhythmus spielen: Tanzen und klatschen helfen dabei, ein Gefühl für die Sprache und auch Zahlen und Mengen zu entwickeln. Klatschspiele sind dafür ideal.

Im vierten Jahr dann ist das Kinderspiel ziemlich individuell. Bauen, helfen und sich bewegen sind nach wie vor wichtige Spielfelder. Da es feinmotorisch mit Schere, Stift und Klebstoff umgehen kann, mag Ihr Kind nun vielleicht mit Papier, Naturmaterialien oder Knete basteln. Je mehr es logisch denken kann, desto mehr spielt es mit Farben und Formen. In Krippe oder Kindergarten knüpft es erste Freundschaften oder es spielt mit den Geschwistern. Insgesamt sucht Ihr kleiner Schatz nun vermutlich sein liebstes Spielzeug und seine Spielkameraden selbst aus.

Allein oder mit anderen spielen

Schon im ersten Lebensjahr beobachten die Kleinen andere Babys mit Neugier. Mit einem Jahr dann sind sie deutlich an anderen Kindern interessiert. Sie spielen zwar meist noch eher nebeneinander als miteinander. Doch dabei beobachten sich die Kleinen und lernen etwas über das Verhalten anderer. Insofern ist es auch jetzt schon sinnvoll, Kontakt zu anderen Kindern herzustellen.

Ungefähr im dritten Lebensjahr beginnen die Kleinen dann, wirklich miteinander zu spielen, und sie knüpfen die ersten Freundschaften. Dabei lernen sie sich selbst und ihr Verhalten immer besser kennen, bekommen aber auch mit, wie sich ihre Handlungen auf andere auswirken, sie lernen, Konflikte auszutragen und schließen die ersten Kompromisse. So trainieren sie wichtige Fähigkeiten für echte Beziehungen.

Ob das mit gleichaltrigen, älteren oder jüngeren Kindern geschieht, ist übrigens nicht so wichtig. Der Vorteil an Freunden im gleichen Alter ist, dass Interessen und Fähigkeiten ähnlich sind. Dafür lernen die Kleinen von Älteren eine Menge, was sie von sich aus nicht ausprobieren würden. Den Älteren wiederum bringt es viel Stolz und Selbstsicherheit, den Kleineren zu helfen.