1 altersstufe 1 laufen und bewegen?t=1520501167 1 feinmotorik?t=15205008512 interaktion?t=15205008784 konzentration?t=15205009276 logisches denken?t=15205009817 sprachentwicklung?t=15205010048 wahrnehmung?t=1520501024

Die Entwicklung meines Kindes im 2. Jahr

Im zweiten Lebensjahr geht die Entwicklung Ihres Kleinen rasant weiter. Es lernt laufen und wird dadurch ein Stück selbstständiger. Es beginnt zu sprechen und versteht schon eine ganze Menge Sprache. Und es begreift immer mehr von der Welt um sich herum.

Welche körperlichen Fähigkeiten entwickelt mein Kind?

Ihr Kleinkind wird nun immer selbstständiger und beweglicher.

  • Laufen: Im Durchschnitt laufen Kinder mit 12 bis 14 Monaten, aber acht Monate oder 20 Monate sind genauso in Ordnung.
  • Hüpfen, rennen, Laufrad fahren: Nach und nach entwickelt Ihr Kind noch mehr motorische Fähigkeiten. Der Bewegungsdrang ist bei Kindern unterschiedlich groß. 

So entwickeln sich die geistigen Fähigkeiten

  • Räumliche Wahrnehmung: Ihr Kind erkennt, dass Dinge eine räumliche Ausdehnung haben, eine Größe und Form.
  • Kategorien: Ihr Kind beginnt, in Kategorien oder Gruppen zu denken, also zum Beispiel rote Gegenstände, große Gegenstände, Dinge zum Essen.
  • Innere Vorstellung: Gegen Ende des zweiten Lebensjahrs hat ihr Kind eine feste Vorstellung von vielen Gegenständen und Handlungen. Deswegen kann es nun Tätigkeiten wie Kochen oder Schlafengehen mit Spielzeug und Puppen nachspielen.

Die Sprache entwickelt sich

  • Wörter: Der Wortschatz Ihres Kindes vergrößert sich deutlich.
  • Zweiwortsätze: Ihr Kind spricht im zweiten oder dritten Lebensjahr die ersten Sätze mit zwei Wörtern.
  • Eigener Name: Im zweiten oder dritten Lebensjahr verwendet das Kind seinen Namen.
  • Verständnis: Ihr Kind versteht weit mehr von dem, das Sie sagen, als es selbst sprechen kann.

Soziale und emotionale Fähigkeiten: Ich bin ich!

  • Ich: Ihr Kind lernt, dass es selbst und andere Menschen eigenständige Personen sind.
  • Gefühle: Ihr Kind nimmt die eigenen Gefühle und die der anderen wahr. Es verhält sich einfühlsam, es tröstet oder lacht mit.
  • Eigener Wille: Im zweiten Lebensjahr beginnt Ihr Kind, den eigenen Willen durchzusetzen. Trotz, Wut und Weinen gehören dazu.
  • Geschwister: Eifersucht kann entstehen und ist völlig normal.

Wie kann ich mein Kind mit einem Jahr fördern?

Um die Entwicklung ganz konkret zu fördern, können Sie Folgendes ausprobieren:

  • Wenn Ihr Kind noch laufen übt, können Sie es mit Spielzeug oder Obst locken.
  • Bieten Sie Ihrem Kind viel Bewegung an, am besten unterschiedliche Arten (krabbeln, klettern, toben, rennen, fahren) in unterschiedlichen Umgebungen (drinnen, Spielplatz, Wald …).
  • Geben Sie Ihrem Kind Gegenstände, die man stapeln kann. Außerdem sind jetzt alle Arten von Schachteln und Dosen ein Spielehit – zusammen mit Dingen, die man hineinfüllen kann (Murmeln, Sand, Spielzeuge). Kaufen kann man entsprechendes Spielzeug ebenfalls: Bauklötze, Stapeltürme, Stapelbecher, Steckwürfel, Motorikschleifen und vieles mehr.
  • Üben Sie alltägliche Handlungen wie backen, schlafen gehen, verabschieden in einfachen Rollenspielen. 
  • Lesen Sie vor und schauen Sie gemeinsam Bücher an. Lassen Sie Ihr Kind Personen, Tiere und Gegenstände auf den Bildern benennen.
  • Benennen Sie auftauchende Gefühle. Sagen Sie zum Beispiel: „Das macht dich wütend.“ oder „Jetzt bist du traurig.“ Benennen Sie eigene Gefühle genauso.

Nur kein Stress

Kleinkinder brauchen kein ausgearbeitetes Lern- oder Förderprogramm. Im Wesentlichen brauchen Sie die Nähe von Mama oder Papa und eine Umgebung, in der sie nach Lust und Laune spielen können.

Beziehen Sie Ihr Kind in Ihren Alltag ein. Lassen Sie es bei möglichst vielen Tätigkeiten dabei sein und mithelfen. Sprechen Sie viel mit Ihrem Kind. Erzählen Sie, was Sie gerade tun oder was als nächstes passiert.

Und zuletzt: Setzen Sie sich und Ihren kleinen Liebling nicht unter Druck. Es gibt keine festen Termine, an denen die nächste Entwicklungsstufe erreicht sein muss. Bei Problemen, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Meist reicht es jedoch, sich zu erinnern: Jedes Kind ist anders und wunderbar so, wie es ist.