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Spiele für die Autofahrt - ab in den Urlaub!

„Wann sind wir da?“ „Wie lange noch?“ Wer mit Kindern im Auto verreist, hört diese Sätze bestimmt. Und wenn Ihr Kind noch zu klein ist, um sie zu sagen, wird es das gleiche Gefühl anders ausdrücken, etwa mit weinen oder Unruhe. Kinder brauchen Bewegung und angeschnallt geht das einfach nicht!

Pausen, Pausen, Pausen 

Die wichtigsten Stichwörter für entspannte Autofahrten heißen: Bewegung und Abwechslung. Sie müssen Pausen einplanen! Mindestens alle zwei Stunden heißt es: runter von der Autobahn, aussteigen und toben.

  • Viele Autobahnraststätten haben Spielplätze, nutzen sie Sie! 
  • Machen Sie Streck- und Dehnübungen: Wer kann nach den Wolken greifen, wer seine Füße berühren und den Oberkörper am weitesten drehen?
  • Packen Sie ein Springseil ein, damit sind größere Kinder gut beschäftigt, laufen aber weniger Gefahr, unkontrolliert auf die Straße zu rennen.
  • Die Allerkleinsten (und bei schlechtem Wetter auch die Größeren) dürfen während der Pause im Auto über die Sitze turnen.

Kinderspiele im Auto für jedes Alter

Egal, wie viele Pausen Sie auch machen, eine Autofahrt kann trotzdem lang werden. So zaubern Sie Spaß und Abwechslung:

Babys und Einjährige:

  • essen und trinken: Wasserflasche, Schnuller, Reiswaffel und Co. beruhigen und vertreiben die Zeit.
  • hören: Singen Sie vertraute Lieder, erzählen Sie Geschichten. Mamas und Papas Stimmen lenken ab.
  • Spielzeug: Vom Fühlbuch über den Greifling bis hin zum Hotelprospekt – Hauptsache, Ihr Kind kann etwas in die Hand nehmen und erkunden.

Zwei- bis Dreijährige: 

  • packen: Lassen Sie das Kind sein Spielzeug für die Reise mitpacken, damit es genau das dabei hat, was es aktuell mag. Reisespielzeug sollte klein, aber nicht kleinteilig sein (Schleichtiere ja, Lego nein). Im Auto packen Sie alles in Griffweite des Kindes.
  • hören: CDs mit Kinderliedern oder Hörspielen sind ein Muss. Wenn Sie selbst die Kinder-CDs nicht mehr hören können, dann investieren Sie schon vor der Fahrt in einen MP3-Spieler mit kindgerechten Kopfhörern.
  • angucken: Lesen Sie vor oder lassen Sie ein Buch betrachten. Mit einem Wimmelbuch ist Ihr Kind eine ganze Weile beschäftigt!

Beschäftigung ohne Hilfsmittel

Arme und Beine, Hirn und Herz: Die besten Spielzeuge haben Sie sowieso immer dabei. 

  • Ich sehe was, was du nicht siehst: Ein Spieleklassiker, der Kindern ab etwa 3 Jahren Spaß macht.
  • Farbige Autos suchen: Wer entdeckt zuerst ein rotes, grünes, blaues, gelbes Auto? Rausgucken und laut „da!“ schreien, mehr braucht es dafür nicht.
  • Da draußen ist viel los: Erzählen Sie eine Geschichte zu dem, was Sie draußen sehen: Die Ponys auf der Weide feiern Geburtstag, der Autofahrer neben ihnen fährt nach Afrika … Größere Kinder steuern eigene Ideen bei.

Unangenehme Reisebegleiter

Fast jedes Kleinkind wird auf irgendeiner Autofahrt mal spucken. Dauernd schwankt es, aber Bücher, Spielzeuge und Co. bleiben unbewegt. Da erhält das Gleichgewichtsorgan verwirrende Meldungen und Übelkeit kommt auf. Halten Sie immer eine Tüte bereit, denn kleinere Kinder können noch nicht Bescheid sagen!

Wenn es passiert ist: Stecken Sie Bücher und Spielzeug weg, lassen Sie Ruhe einkehren. Ein Schluck Wasser, Entspannung und durch die Frontscheibe schauen – das sind die besten Tricks gegen das Spucken. Auch eine Pause an der frischen Luft tut jetzt gut.

Manche Kinder leiden unter extremer Reiseübelkeit und müssen auf jeder Reise spucken. Da hilft nur: zuhause bleiben, auch wenn es schade ist. Irgendwann ist vermutlich auch diese Phase vorbei.

Kommen Sie entspannt ans Ziel

Keiner möchte gestresst am Urlaubsort ankommen, auch Ihr Nachwuchs nicht. Daher noch ein paar gute Tipps zum Schluss:

  • Besorgen Sie neue Spielzeuge (Bücher, Autos, Stifte etc.) speziell für die Reise. Die sind viel spannender als das Altbekannte von zuhause.
  • Versüßen Sie dem Kind die Reise durch etwas, was es sonst nicht gibt: die Saftflasche, die es beim Einkaufen schon immer haben wollte, zehn Minuten spielen auf dem Handy, eine kleine Portion Süßes. 
  • Ruhe und Entspannung gehören genauso zum Wohlbefinden wie Spiele und Beschäftigung. Ermutigen Sie Ihr Kind unbedingt auch dazu, sich auszuruhen, aus dem Fenster zu schauen oder die Augen zu schließen.
  • Bleiben Sie selbst entspannt. Sie können Langeweile oder schlechte Laune niemals ganz vermeiden. Und denken Sie dran: Das Leben mit Kindern ist so oder so immer wieder anders als gedacht. 

In diesem Sinne: gute Fahrt!