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Spiele fürs Baby von 6 bis 12 Monaten

Nun ist Ihr Kleines schon ein halbes Jahr alt und lernt immer mehr Neues! Im Spiel erkundet es die Welt, es lernt Mama, Papa und Geschwister immer besser kennen. Es erkundet auch sich selbst, seinen Körper, seine Sinne, seine Stimme. Dabei können Sie Ihr Baby fördern. Aber bedenken Sie: Am meisten lernt Ihr Kind wenn Sie gemeinsam Spaß am Spielen haben.

Die Grundregeln des Babyspiels

Viele Tipps fürs Spielen von 0-3 und von 3-6 Monaten gelten jetzt weiter:

  • Gemeinsam spielen: Ihr Baby lernt von Ihnen! Es macht nach, was Sie tun, zum Beispiel Laute bilden, greifen und vieles mehr. Die Zeit der Zweisamkeit stärkt die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kleinen. Bei Mama oder Papa fühlt es sich sicher und geborgen.
  • Nähe und Körperkontakt: Zum Spielen mit Babys gehören unbedingt ihre Nähe und ganz viel Körperkontakt. Kuscheln und schmusen Sie, streicheln, massieren und kitzeln Sie, spielen Sie Fingerspiele .
  • Wiederholungen: Es mag Ihnen öde erscheinen, aber Ihr Kind braucht Wiederholungen: immer wieder der gleiche Griff, immer wieder den Turm umschubsen, immer wieder die Dose schütteln. So lernt es, wann und wie physikalische Gesetze gelten.
  • Sicherheit: Babys Spielzeug darf nicht färben, nicht giftig sein, keine scharfen Kanten haben, nicht zu schwer und nicht zu klein sein. Sie können Spielzeug kaufen oder selbst basteln .
  • Ruhepausen: Die Zeit, in der Ihr Baby aufmerksam die Welt erkunden kann, wird immer länger. Doch immer noch braucht es Ruhepausen. Achten Sie also darauf, ob es sich noch für das Spiel interessiert oder ob es gähnt, quengelt oder wegschaut.

Wie spielt mein Baby jetzt?

Im zweiten Lebenshalbjahr macht Ihr Baby viele Fortschritte. Diese neuen Denkleistungen sind für Spiele mit dem Baby wichtig:

  • Ihr Baby erkennt jetzt, dass Gegenstände, die es nicht sieht, immer noch existieren. Nun wird es spannend, Dinge zu verstecken: Das Kuscheltier unter dem Kissen, den Greifling hinter dem Rücken oder ein Spielzeug in einer Dose. Am lustigsten ist für viele Babys das klassische Versteckspiel: Mama oder Papa tauchen hinter die Sofalehne oder die Tür und gucken dann lachend wieder hervor. 
  • Ihr Baby versteht jetzt den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Es begreift, dass es selbst Dinge auslösen kann: die Musik erklingt, wenn ich an der Schnur ziehe, der Ball rollt, wenn ich ihn schubse, das Licht geht an, wenn ich den Schalter drücke. Bieten Sie Ihrem Baby also Spiele, bei denen es etwas auslöst.

Auch körperlich wird Ihr Baby fitter. Es entwickelt mehr Muskelkraft, lernt sitzen, robben und krabbeln. Daher darf mehr Action ins Spiel. Alle Körperspiele machen Sie natürlich ganz vorsichtig! Stützen Sie bei Bedarf Köpfchen und Rücken. Spielen Sie nur weiter, wenn Ihr Baby Freude hat. 

  • Halten Sie Ihr Baby auf dem Arm und schwenken oder drehen Sie es, schaukeln Sie es, tanzen Sie zu Musik oder spielen Sie „Hoppe, hoppe, Reiter“ und andere Bewegungsspiele .
  • Lassen Sie Ihr Baby wie ein Flugzeug fliegen oder wie in einem Fahrstuhl hoch und runter schweben.
  • Legen Sie Ihr Baby auf den Bauch. Locken Sie es mit einem Spielzeug zum Robben oder Krabbeln. Sie können auch sein Becken heben, damit es sich auf die Arme stützt.
  • Kann Ihr Kind bereits krabbeln, können Sie fangen spielen oder Hindernisse aufbauen (sich selbst, einen Spieltunnel, ein Kissen).
  • Setzen Sie sich Ihr Baby auf den Schoß und verlagern Sie sein Gleichgewicht nacheinander in alle Richtungen. Das hilft beim Sitzen.
  • Wenn Ihr Kind schon sitzt, rollen Sie ihm einen Ball zu.

Alleine spielen

Ihr Baby kann sich nun schon eine Zeit lang alleine beschäftigen. Bieten Sie ihm dafür aber eine interessante Umgebung mit Spielzeug, das in Reichweite liegt. Es möchte etwas sehen, anfassen, hören oder erkunden. Setzen Sie Ihr Kind in den Sandkasten, es wird höchstwahrscheinlich begeistert spielen! Besonders spannend finden die Kleinen Gegenstände, die interessant aussehen (glitzern, glänzen, spiegeln) oder Geräusche machen (knistern, klingeln, rasseln): 

  • ein Mobile oder Trapez über dem Liegeplatz,
  • Rasseln, gefüllte Dosen oder Flaschen,
  • eine Krabbeldecke mit eingearbeiteter Spiegelfolie,
  • ein Kuscheltier oder Schmusetuch,
  • Pappbilderbücher (die ruhig kaputt gehen dürfen),
  • Sand auf dem Spielplatz oder im Sandkasten oder selbstgemachter Knetsand . 

Ihr Baby beschäftigt sich aber auch gern ganz frei: mit Händen, Füßen und der Stimme. Lassen Sie es sich selbst erkunden!