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Spiele für ein Kind: alleine spielen macht Spaß!

„Mir ist langweilig! Was kann ich machen?“ Diese Sätze hören wohl alle Eltern mal. Wenn niemand Zeit oder Lust hat, mitzuspielen, muss sich Ihr Nachwuchs alleine beschäftigen.

Was spielt mein Kind?

Oft kann Ihr Kind sicher prima für sich allein spielen: mit Puppen, Autos, Bausteinen, Tierfiguren oder Büchern zum Beispiel. Es erforscht auch seine Umgebung und räumt zum Beispiel Küchenschubladen aus oder sortiert DVDs im Regal neu. 

Wenn mal Langeweile aufkommt, ist das an sich noch kein Problem. Auszeiten sind sogar wichtig, denn sie dienen der Erholung nach Zeiten voller Spielspaß und Forscherdrang, außerdem schaffen sie Freiraum für neue Ideen.

Beschäftigung für Kleinere

Für Ein- bis Zweijährige gibt es eine Menge Ideen, wie sie sich alleine die Zeit vertreiben können, während Mama und Papa anderweitig beschäftigt sind – oder eine wohlverdiente Pause genießen.

  • Sortieren: Geben Sie Ihrem Ein- bis Zweijährigen eine Schüssel voll mit drei Sorten trockenen Nudeln, dazu drei leere Behälter. Nun kann er die Nudelsorten auseinander sortieren. 
  • Alternativ geben Sie Ihrem Kind ein Muffinblech und eine entsprechende Anzahl kleinerer Gegenstände (Flummis, Nudeln, Bonbons …). Nun kann es in jedes Loch ein Ding legen – oder auch alles ganz anders sortieren.
  • Spaß mit Gummiringen: Spannen Sie vier oder fünf einfache Gummiringe über eine leere Dose, schon ist das Musikinstrument fertig. Etwas ältere Kinder spannen selbst. Stecken Sie dafür einige Pins in eine Pinnwand oder einen Korkuntersetzer. Hängen Sie ein Ende des Gummirings über einen Pin und zeigen Sie Ihrem Kleinen, wie es das andere Ende straff gespannt um einen zweiten Pin legt. Das schult die Feinmotorik, man kann richtige Kunstwerke aus den Gummis spannen und Töne zupfen.
  • Schnelle Rampe: Stellen Sie einfach ein großes Buch oder ein Brett schräg und lassen Sie Ihr Kleines Autos oder Bälle hinabkullern. Spannend!

Klassische Spiele für Größere

Die Drei- bis Vierjährigen beschäftigen sich mit diesen Ideen alleine.

  • Brettspiele: Viele Brettspiele funktionieren auch, wenn man sie alleine spielt. Schauen Sie mal im Regal, welche Kinderspiele Sie haben. Warten Sie ab, ob Ihr Kind nicht ganz kreativ eigene Regeln für das Spiel allein erfindet, oder ob es ein Kuscheltier mitspielen lässt.
  • Puzzle sind die klassischen Ein-Personen-Spiele. Wenn Ihr Kind seine Puzzles nicht mehr mag oder Sie gerade auf Reisen sind, zerschneiden Sie eine Postkarte oder ein Bild aus einem Katalog in nicht zu kleine Teile. Bitten Sie Ihr Kind, auch ein Puzzle für Sie zu basteln. 
  • Ballspiele: Mit einem Ball lässt sich eine Menge erleben. Ihr Kind kann ihn in ein selbst gebautes Ziel (zum Beispiel unter einen Stuhl) rollen oder schießen, einen Parcours entlang oder gegen eine Wand werfen und wieder auffangen. Vielleicht hat es ja noch andere, verrückte Ideen, zum Beispiel auf dem Ball zu sitzen oder zu liegen! Egal was es mit dem Ball tut, es übt die Auge-Hand-Koordination und die Geschicklichkeit. Ein Tipp: Für kleine Kinder und zum Spielen im Haus ist ein weicher Ball am besten, denn er tut nicht so weh und macht weniger kaputt, wenn er doch mal das Ziel verfehlt. 

Spiele für ein Kind basteln

Malen, schneiden, kleben und Co. – egal ob mit Papier, Naturmaterial oder Knete – ist immer wieder eine prima Freizeitbeschäftigung. Ein einfaches Malbuch oder Malvorlagen aus dem Internet sind oft prima für kurze Leerzeiten, etwa wenn Mama das Essen kocht. Selbst gebastelte Spiele sind aber etwas ganz Besonderes.

  • Murmelbahn: Leere Küchen- und Toilettenpapierrollen ergeben, mit einfachem Malerkrepp hintereinander geklebt – eine ellenlange Murmelbahn. Ihr Kleines kann die Bahnen an eine Tür oder um einen Pappkarton herum kleben. (Für den Anfang reicht eine einzige Küchenrolle aus.) Mit Wasserfarben kann die Bahn bunt gemacht werden. Am Ende steht eine Schüssel zum Auffangen der Murmeln. Wenn Mama oder Papa ab und zu ein Loch in die Rollen schneiden, kann man die bunten Kugeln kullern sehen. 
  • Dosenkegeln: Ihr Kind verziert mit Masking Tape oder Stickern sechs leere Konservendosen (Plastikbecher gehen auch). Sie werden anschließend als Pyramide (drei unten, zwei in der Mitte, eine oben) auf dem Boden aufgebaut. Dann rollt Ihr Kind einen Ball und versucht, alle sechs Dosen abzuräumen. Größere Kinder gestalten mehr Kegel oder werfen sie ab, anstatt zu rollen.
  • Ein Zuhause für mein Spielzeug: Egal ob Schleichtiere oder Playmobil, bestimmt spielt auch Ihr Kind manchmal mit tierischen oder menschlichen Figuren. Für die kann es ein richtiges Zuhause aufbauen. Geben Sie ihm dafür eine Auswahl an alten Verpackungen (Kartons, Dosen, Schachteln) und Malerkrepp zum Zusammenkleben. Seien Sie gespannt, was Ihr Nachwuchs Tolles baut!

Kleine Baumeister

Kinder bauen gern, nicht nur für das kleine Spielzeug, sondern in Lebensgröße. Das gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Umgebung zu beeinflussen und sie nach ihren Wünschen zu gestalten. Geben Sie sich einen Ruck und erlauben Sie Ihrem Kind, sein Kinderzimmer oder auch das Wohnzimmer so richtig kindgerecht umzubauen – es muss ja nicht für immer sein.

  • Kuschelhöhle: Hochbett, Kindertisch, Sofa oder ein Regal bilden Wände und Decken, der Rest wird aus Kissen, Decken, Matratzen und Polstern gebaut. Wie gemütlich!
  • Kartonhöhle: Aus großen Versandkartons werden ebenfalls tolle Höhlen. Man kann mehrere zusammenkleben, Türen und Fenster hineinschneiden. Und bunt anmalen kann man die Kartonburg auch! Ein perfektes Projekt für einen verregneten Nachmittag ohne Spielkameraden.
  • Das eigene Zimmer: Viele Kinder lieben es, das eigene Zimmer umzuräumen: Das Bett ans Fenster, den Teppich in die Mitte … Es gibt selten einen wirklich guten Grund, warum Ihr Kind nicht selbstständig die Möbel verrücken sollte, wenn es das möchte. Das Gute daran ist, dass meist gleichzeitig aufgeräumt und aussortiert wird, verschollenes Spielzeug wieder auftaucht und sich das Kind im selbst gestalteten Reich gleich viel wohler fühlt.